Chemie-Industrie optimistisch

Die deutschen Unternehmen sind zuversichtlich, dass sich der Aufwärtstrend in der Branche fortsetzt.

Chemie-Industrie optimistisch
dpa

Frankfurt/Main (dpa) - Nach einem starken Start blickt die Chemie-Industrie weiter optimistisch auf das Jahr 2018. Der Branchenverband VCI bewertet die Lage trotz internationaler politischer Unsicherheiten als weiterhin gut.

«Bei unseren Unternehmen überwiegt nach wie vor die Zuversicht, dass sich der Aufwärtstrend im Chemiegeschäft in diesem Jahr fortsetzen wird. Allerdings haben die konjunkturellen Risiken zugenommen. Dennoch rechnet aktuell niemand in der Branche mit einem Rückschlag», sagte der scheidende VCI-Präsident und frühere BASF-Chef Kurt Bock.

In den ersten drei Monaten setzte die drittgrößte deutsche Industriebranche mit 51,1 Milliarden Euro rund 5,7 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor. Die Produktion in den «sehr gut» ausgelasteten Werken sei in der Jahresfrist um 6,7 Prozent gewachsen. Zum Vorquartal ergab sich ein Produktionsanstieg um 1,6 Prozent bei gleich bleibenden Umsätzen.

Der VCI prognostiziert ein weiteres Rekordjahr mit dann 204 Milliarden Euro Umsatz (+4,5 Prozent). Dafür sollen die Produktion um 3,5 Prozent wachsen und die Preise um 1,0 Prozent anziehen.

Wegen der guten Wirtschaftslage hat die Industrie zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Im ersten Quartal waren es 455 000 Beschäftigte und damit 0,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Grundlage der positiven Einschätzungen ist die positive Industriekonjunktur im Inland sowie im wichtigsten Exportmarkt Europa. Auch die Aussichten in Übersee seien positiv, berichten die Volkswirte des Verbandes. Die Nachfrage käme auch aus den Schwellenländern, China zeige sich robust. «Unter dem Strich dürfte damit in diesem Jahr die Nachfrage nach Chemikalien 'made in Germany' kräftig zulegen», schreiben sie. Sorgen bereite indes die jüngste Ölpreisentwicklung.