Steinmeier in Griechenland

Der deutsche Bundespräsident hat die griechischen Bemühungen in Zeiten der Krise gewürdigt.

Steinmeier in Griechenland
dpa

Athen (dpa) – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am ersten Tag seinen Staatsbesuches in Griechenland die Bemühungen des griechischen Volkes gewürdigt, mit harten Sparmaßnahmen aus der schweren Finanzkrise herauszukommen. «Ich habe großen Respekt für die Griechen», sagte Steinmeier nach einem Treffen mit seinem griechischen Amtskollegen Prokopis Pavlopoulos am Donnerstag in Athen.

Pavlopoulos bedankte sich für die Hilfe Steinmeiers in für Griechenland schwierigen Zeiten. «Sie haben das nicht nur gemacht, um Griechenland zu helfen. Sie haben es auch für ganz Europa getan», sagte der griechische Staatspräsident.

Sowohl Steinmeier als auch Pavlopoulos betonten, dass sich die demokratischen Parteien in Europa angesichts der Europawahlen im Mai 2019 anstrengen müssen, «damit keine Gebilde herauskommen, die Schlechtes für Europa wollen», so Pavlopoulos.   

Zum Auftakt seines Staatsbesuchs in Griechenland hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einem ehemaligen Konzentrationslager der Opfer deutscher Verbrechen im Zweiten Weltkrieg gedacht. Während der deutschen Besatzung waren in dem Lager Chaidari bei Athen bis zu 25 000 Menschen interniert. Auch Gespräche mit Ministerpräsident Alexis Tsipras und Oppositionsführer Kyriakos Mitsotakis sind am Donnerstag vorgesehen.

Im Beisein der beiden Präsidenten haben Familienministerin Franziska Giffey (SPD) und ein griechischer Regierungsvertreter ein Abkommen über ein deutsch-griechisches Jugendwerk paraphiert. Am Freitag reist der Bundespräsident zum Abschluss seines Besuchs gemeinsam mit Pavlopoulos in dessen Heimatstadt Kalamata.