Zweite Libyen-Konferenz am 23. Juni in Berlin

Die Konferenz soll Bilanz der seit der Berliner Libyen-Konferenz 2020 erreichten Fortschritte ziehen und weitere Schritte für eine Stabilisierung des Landes einleiten.

Zweite Libyen-Konferenz am 23. Juni in Berlin
dpa

Berlin (dpa) - Eine zweite Libyen-Konferenz soll am 23. Juni in Berlin weitere Schritte für eine Stabilisierung des nordafrikanischen Landes einleiten. Außenminister Heiko Maas (Foto) und UN-Generalsekretär António Guterres hätten dazu die Staaten und Organisationen des Berliner Prozesses ins Auswärtige Amt eingeladen, teilte das Ministerium mit. An der Konferenz werde erstmals auch die libysche Übergangseinheitsregierung teilnehmen.
Die Konferenz soll Bilanz der seit der Berliner Libyen-Konferenz Anfang 2020 erreichten Fortschritte bei der Befriedung Libyens ziehen. «Im Vordergrund stehen dabei die Vorbereitungen der für den 24. Dezember angesetzten nationalen Wahlen und der im Waffenstillstand vereinbarte Abzug der ausländischen Truppen und Söldner aus Libyen», teilte das Ministerium mit. «Daneben wird es auch um Schritte zur Vereinigung der libyschen Sicherheitskräfte gehen.»
Das Land war nach dem Sturz von Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 in einem Machtkampf zwischen zahlreichen politischen Lagern und verbündeten Milizen versunken, der von ausländischen Mächten befeuert wird. Extremisten nutzten das Chaos. Allerdings gab es seit rund einem Jahr keine größeren Gefechte mehr. Zuletzt wurde auch der Flugverkehr wieder aufgenommen. Die Wahl einer Übergangsregierung unter Ministerpräsident Abdul Hamid Dbaiba gibt vorsichtige Hoffnung auf eine Entspannung. Die Regierung soll Libyen zu landesweiten Wahlen im Dezember führen.

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