Buenos Aires, Stadt der Zukunft

Mit der argentinischen Megacity hat das Netzwerk „Morgenstadt“ der Fraunhofer-Gesellschaft jetzt einen Partner in Lateinamerika.

dpa - Buenos Aires

Wie wollen wir in Zukunft leben? Wie vermeiden wir Abgase, Müll und Lärm? Wie versorgen wir Menschen in Megacities mit ausreichend gesunden Lebensmitteln? Wie können Bürger mitentscheiden, was in ihrer Stadt passiert? Antworten auf diese und weitere Zukunftsfragen sucht das Netzwerk „Morgenstadt“. Bislang engagierten sich in dem 2012 gestarteten Projekt der Fraunhofer-Gesellschaft vor allem deutsche und europäische Städte. Nun ist Buenos Aires als erster Partner aus Lateinamerika dabei.

Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) wird die argentinische Hauptstadt Zukunftsthemen angehen. Mit mehr als 17 Millionen Einwohnern steht sie – wie alle Metropolen – vor großen Herausforderungen, vor allem bei Umweltschutz, Energieeffizienz, Wasserversorgung, Mobilität und Sicherheit. Hierzu werden Forscher der Universität Buenos Aires, Vertreter von Unternehmen und der Stadt sowie Experten der Fraunhofer-Gesellschaft Lösungen entwickeln. Beispielsweise soll der stark verschmutzte Rio Riachuelo gesäubert werden und sich wieder in einen natürlichen Wasserlauf verwandeln.

Blick nach Mexiko und Brasilien

Das Fraunhofer IAO ist im Gespräch mit weiteren möglichen Morgenstadt-Partnern in Lateinamerika, etwa aus Mexiko und Brasilien. „Es ist unser erklärtes Ziel, zum weltweit führenden Netzwerk für nachhaltige urbane Lösungen zu werden“, sagt Projektleiter Alanus von Radecki. Das Auswärtige Amt und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützen das Netzwerk.

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