Spannende neue Ausbildungsberufe

Automatenfachfrau, Biologiemodellmacher oder Schuhfertiger – jedes Jahr kommen neue Ausbildungsberufe hinzu.

dpa

Deutschland. Verkäufer, Friseur, Koch und Elektriker gehören zu den häufigsten Ausbildungsberufen in Deutschland. Aber was macht eigentlich eine Automatenfachfrau? Auch dies ist ein anerkannter Beruf. Das deutsche System der dualen Berufsausbildung ist ein Erfolgsmodell, das weltweit immer mehr Nachahmer findet. Das Besondere ist die Verbindung von Theorie in der Berufsschule und Praxis im Ausbildungsbetrieb.

Die Bandbreite der Ausbildungsberufe in Deutschland ist riesig. Allein im Jahr 2016 gab es 328 verschiedene – und jedes Jahr kommen neue hinzu oder traditionelle Berufe werden modernisiert, wie diese kleine Auswahl zeigt:

Automatenfachmann/-frau

Automaten gibt es an jeder Ecke. In der dreijährigen Ausbildung lernen Automatenfachleute, wie Automaten für Getränke, Geld, Tickets und Co. funktionieren und wie man sie aufstellt und anschließt. Zur Ausbildung gehört es auch, Bestellungen anzunehmen, Abrechnungen und Kassenabschlüsse zu erstellen, Kundenwünsche zu ermitteln und Marketingmaßnahmen zu entwickeln. Jobs finden Automatenfachleute in Verkehrs- und Parkhausbetrieben, in der Gastronomie sowie in Banken und Freizeiteinrichtungen.

Biologiemodellmacher/in

Sie fertigen Modelle von Knochen und Organen in unterschiedlichen Maßstäben und stellen komplette Skelette von Menschen und Tieren her. Die Ausbildung zum Biologiemodellmacher, die Fertigung, Reparatur und Pflege von Biologiemodellen umfasst, dauert drei Jahre. Ausgebildete Biologiemodellmacher können in vielen Bereichen arbeiten, unter anderem bei Spielzeugproduzenten, Herstellern von Schaufensterpuppen sowie in der Kunststoffindustrie.

Servicekaufmann/frau im Luftverkehr

Ohne sie würde so mancher Fluggast verzweifeln. Servicekaufleute im Luftverkehr sind wichtige Ansprechpartner für Urlaubsreisende und Geschäftskunden. Als Multitalente erteilen sie Auskunft, buchen Flüge, checken Passagiere ein und erbringen Sicherheitsdienstleistungen. Innerhalb der dreijährigen Ausbildung durchlaufen die Azubis die Bereiche Service, Fluggastabfertigung, Ticketverkauf, Gepäckermittlung und Flugzeugabfertigung. Am 1. August 2017 treten für diesen Beruf neue Ausbildungsregelungen in Kraft.

Schuhfertiger/in

Das Wohl unserer Füße liegt in ihren Händen. Ganz gleich ob Sportschuhe, High Heels, Skistiefel oder Sicherheitsschuhe – alle werden von Schuhfertigern hergestellt. Vom Handwerksberuf Schuhmacher unterscheidet Schuhfertiger, dass sie Schuhe in industriellem Maßstab und mit den entsprechenden Maschinen Schuhe herstellen. Mit etwa 14.000 Beschäftigten ist die Schuhindustrie zwar eine kleine Konsumgüterbranche, doch die Ausbildungszahlen sind seit Jahren konstant. Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat die Ausbildung auf den neuesten Stand gebracht und dabei den Einsatz neuer Materialien und Fertigungsverfahren berücksichtigt.

Girls´ Day und Boys´ Day am 27. April 2017

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