Kap der guten Kunst

In Kapstadt eröffnet das Museum of Contemporary Art Africa des deutschen Top-Managers Jochen Zeitz.

Jochen Zeitz
dpa

Am 22. September 2017 eröffnet in Kapstadt/Südafrika das Zeitz Museum of Contemporary Art Africa (MOCAA). Jochen Zeitz, der ehemalige Chef des deutschen Sportartikelherstellers Puma, hat dafür am Hafenbecken ein früheres Getreidesilo aufwändig umbauen lassen. Das MOCAA ist das erste große Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst und will sich selbstbewusst zwischen Guggenheim und Tate Modern, Biennale di Venezia und Documenta positionieren.

Wer steckt dahinter?

Jochen Zeitz galt als Wunderkind der deutschen Wirtschaft. 1993 war er mit 30 Jahren der jüngste Vorstandsvorsitzende eines börsennotierten deutschen Unternehmens und verwandelte den kriselnden Sportartikelhersteller Puma in ein erfolgreiches Sport- und Lifestyle-Label. 2011 gab er den Posten auf, um sich intensiver seiner Leidenschaft Afrika zu widmen. Bereits 2015 hatte er in Kenia eine Farm erworben. 2008 gründete er die Zeitz Foundation, die nachhaltige ökologische und soziale Projekte vor allem in Afrika unterstützt. Nun hat er seine Sammlung afrikanischer Kunst in das MOCAA eingebracht.

Was erwartet die Besucher im MOCAA?

In den 80 Räumen des markanten Gebäudes werden Ausstellungen afrikanischer Künstler des 21. Jahrhundert zu sehen sein. Das Motto lautet „Aus Afrika, für Afrika, von Afrika.“ Lange genug sei Afrika von außen definiert worden, sagte Zeitz der Wochenzeitung „Die Zeit“. Nun sei es an der Zeit, auf das Eigene zu setzten und die Zukunft selbstbewusst mitzugestalten.

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