Hoffnung auf Dialog

Wie Deutschland im Konflikt zwischen Katar und seinen Nachbarländern zu einer Lösung beitragen will.

Deutschland setzt sich für Dialog in der Katarkrise ein
Deutschland setzt sich für Dialog in der Katarkrise ein dpa

Bereits mehrere Monate hält der Konflikt zwischen Katar und Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und Ägypten an: Anfang Juni 2017 haben die vier Staaten überraschend die diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und Boykott-Maßnahmen verhängt. Die Allianz wirft dem Land unter anderem vor, Terroristen zu unterstützen und zu finanzieren. Katar weist diese Vorwürfe zurück. 

Verschiedene Akteure haben sich seither vermittelnd in den Konflikt eingeschaltet. Vor allem Kuwait setzt sich als von allen Parteien akzeptierter Vermittler für eine Lösung ein. Die Vereinigten Staaten von Amerika, allen voran Außenminister Rex Tillerson, engagieren sich für eine Einigung.

Auch Deutschland unterstützt die Bemühungen. Die Bundesregierung steht mit allen betroffenen Akteuren in engem Austausch und setzt sich durch Kunst und Kultur, Bildung und Austausch für eine friedliche Lösung ein. Sie appelliert an alle Parteien, der Diplomatie und einem offenen und direkten Dialog eine Chance zu geben.

Effektive Zusammenarbeit

Obwohl Deutschland keine direkte Partei in dem Konflikt ist, ist es doch von ihm betroffen: Durch die Blockade Katars sind Reise- und Handelsrouten unterbrochen und deutsche Bürger und Unternehmen in Katar verunsichert. Für Deutschland ist wichtig, in der Terrorbekämpfung mit allen Golfstaaten zusammenzuarbeiten – der Kampf gegen den internationalen Terrorismus ist umso effektiver, je enger die Länder zusammenarbeiten.

Deutschland nutzt seine guten Gesprächskontakte zu allen Akteuren. Denn der Schlüssel liegt in direkten und konstruktiven Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien.

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