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Die Elbphilharmonie in Hamburg

In Hamburg eröffnet die Elbphilharmonie – die spektakuläre Konzerthalle wird das neue Wahrzeichen der Hansestadt.

Die Vorgeschichte dieses Bauwerks ist schwierig: Eigentlich schon für 2010 geplant, verschob sich die Eröffnung der Elbphilharmonie auf Anfang 2017. Die Hamburger Elbphilharmonie ist ein Design des Schweizer Büros Herzog & de Meuron, die auch das Museum des 20. Jahrhunderts in Berlin bauen werden. Es steht für Rationalität und Präzision in der deutschen Baukultur. Auch die Kosten fielen am Ende deutlich höher aus als vorgesehen. Das Konzerthaus ist damit – neben dem neuen Berliner Flughafen – eines von zwei großen Bauprojekten in Deutschland, deren Verantwortliche in den vergangenen Jahren viel Spott ertragen mussten. Doch was die Elbphilharmonie angeht, sind viele Menschen mit dem Ergebnis nun umso mehr versöhnt. Virtuell kann jeder Internetnutzer die Elbphilharmonie in einem Video besichtigen. Zudem überträgt die Elbphilharmonie den gesamten Eröffnungsabend am 11. Januar 2017 mit Festakt und Konzert über einen 360°-Livestream.

„In Hamburg funkelt ein neues Wahrzeichen“, schreibt die Süddeutsche Zeitung über den von den Schweizer Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron entworfenen Komplex, in dem es auch ein Hotel, Luxuswohnungen und einen öffentlichen Platz gibt. „Elphi“ wird die Philharmonie inzwischen genannt. „Die Hamburger lieben sie jetzt schon“, berichtet die FAZ. Was deutlich macht: Konzerthäuser sind wichtige bauliche Symbole und zentrale Orte der Begegnung, auch in anderen Städten. Kein Wunder, dass in Deutschland derzeit weitere große Konzerthallen entstehen.

Zum Vergrößern bitte anklickenZum Vergrößern bitte anklicken© Herzog und de Meuron/bloomimages

Akustik-Experte aus Japan

So etwa in München. Bis Mai 2017 läuft ein Architektenwettbewerb für das geplante Haus mit einem großen und einem kleinen Saal, die insgesamt rund 2.400 Zuhörern Platz bieten. In der neuen Konzerthalle nahe des Ostbahnhofs soll vor allem das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks spielen. Damit der Bau einen perfekten Klang bietet, haben die Planer schon mit Yasuhisa Toyota gesprochen. Der Japaner gilt als bester Akustiker weltweit.

Auch Bochum hat ein neues Konzerthaus: Ende 2016 wurde das Anneliese Brost Musikforum  eröffnet. Der Name ehrt die im Jahr 2010 gestorbene Verlegerin und Gründerin einer Stiftung, die das Projekt stark förderte – überhaupt spielten private Spender eine große Rolle. Doch auch diesen Bau, entworfen vom Stuttgarter Architekturbüro Bez + Kock, begleiteten viele Diskussionen. Kritiker fanden, dass es im Ruhrgebiet nicht noch ein weiteres großes Konzerthaus brauche; Essen und Dortmund haben bereits welche. Die Bochumer sahen das anders – und bewiesen mit ihrem erfolgreichen Werben um nicht-öffentliche Mittel Kreativität.

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