Bürgerjahr_1202

Eine Vision für die EU 2020

Zuhören und erfahren, wie die Vorstellungen für eine Europäische Union (EU) der Zukunft aussehen: Mit dem „Europäischen Jahr der Bürgerinnen und Bürger 2013“ will die EU-Kommission wichtige Anstöße geben.

Den Berufsabschluss in einem anderen EU-Staat anerkennen lassen oder das Auto im EU-Nachbarland anmelden: Trotz vieler Regelungen und Rechte innerhalb der EU stehen Bürger manchmal vor unerwarteten bürokratischen Hürden. Das „Europäische Jahr der Bürgerinnen und Bürger 2013“, soll ihnen helfen, die eigenen Rechte noch besser kennen zu lernen und ihre Ideen für die Zukunft der EU einzubringen.

„Wir brauchen die direkte Mitwirkung der Bürger, um eine stärkere und politischere Union aufbauen zu können“, sagte die für Bürgerrechte zuständige EU-Justizkommissarin Viviane Reding im Januar 2013 aus Anlass der Eröffnung des „Europäischen Jahres der Bürgerinnen und Bürger“. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso machte deutlich, dass es in der EU viele Dinge gebe, die besser gemacht werden könnten und sollten: „Das Jahr der Bürger eröffnet neue Gelegenheiten, die Europäische Union der Zukunft mit zu gestalten“. Mit der 1993 eingeführten Unionsbürgerschaft wurden bereits bedeutende Fortschritte bei der Rechtssetzung erreicht: Wer Bürgerin oder Bürger der EU ist, kann den Wohn- und Arbeitsort in der Union frei wählen, ein Unternehmen gründen, bei Europa- und Kommunalwahlen in einem beliebigen EU-Mitgliedsland kandidieren und wählen oder Petitionen beim Europaparlament einbringen.

Für die EU-Kommission spielt das Jahr 2013 eine wichtige Rolle für die europäische Integration. Ein Jahr vor den nächsten Europawahlen bekommen die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland und den anderen EU-Mitgliedsstaaten in vielen Veranstaltungen die Gelegenheit, ihre Vorstellungen von der EU der Zukunft bei Diskussionsforen zu äußern. Bei einer aktuellen Umfrage der EU zu diesem Thema kam heraus, dass die meisten Unionsbürger ein Europa wollen, in dem sie leben, arbeiten, ihren Wohnsitz verlegen, studieren und einkaufen können, ohne mit bürokratischen Hindernissen oder Diskriminierungen rechnen zu müssen. Besonders das Recht auf Freizügigkeit und die politischen Rechte auf Eingaben, Beschwerden und Bürgerinitiativen sind den Menschen wichtig.

http://europa.eu/citizens-2013/de/home

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