Etappen einer außergewöhnlichen Freundschaft

50 Jahre deutsch-israelische Beziehungen – Chronik einer Annäherung.

picture-alliance/dpa - 1960 Erstes Treffen von Bundeskanzler Konrad Adenauer mit Ministerpräsident David Ben Gurion

1948
14. Mai
Neuer Staat

Im Stadtmuseum von Tel Aviv proklamiert David Ben Gurion den Staat Israel. Erst wenige Stunden zuvor hatte das britische Mandat über Palästina geendet. Wenige Stunden danach erkannten die USA und die Sowjetunion den neuen Staat an.

 

1949
23. Mai
Provisorisches Grundgesetz

Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland wird in Bonn verkündet, die Bundesrepublik somit konstituiert. Ursprünglich „nur“ als Provisorium bis zu einer Wiedervereinigung gedacht, wurde das Grundgesetz nach der Wiedervereinigung 1990 endgültig zur Verfassung Deutschlands.

 

1951
27. September
„Unsagbare Verbrechen“

In seiner Regierungserklärung bekennt sich Bundeskanzler Konrad Adenauer ausdrücklich zu den „unsagbaren Verbrechen“, die „im Namen des deutschen Volkes“ an Juden begangen worden sind und die „zur moralischen und materiellen Wiedergutmachung verpflichten“.

 

1952
10. September
Luxemburger Abkommen

In Luxemburg unterzeichnen der israelische Außenminister Moshe Sharett und der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer das so genannte Luxemburger Abkommen. Es regelte deutsche Entschädigungsleistungen für die jüdischen Opfer in der NS-Zeit. Gegen das Abkommen gab es sowohl in Israel als auch in Deutschland heftigen Widerstand.

 

1953
2. Juli
Diplomatische Mission

In Köln wird die Israel-Mission eröffnet. Sie dient der Vorbereitung der Aufnahme von diplomatischen Beziehungen und der Abwicklung der deutschen Wiedergutmachungsleistungen gemäß dem Luxemburger Abkommen.

 

1953
29. September
Offizieller Besucher

Hermann Maas, ein protestantischer Pfarrer aus dem Schwarzwald, wird als erster christlicher Deutscher offiziell vom Staat Israel zu einem mehrmonatigen Besuch eingeladen. Er hatte deutschen Juden während des Nationalsozialismus zur Flucht verholfen. 1964 verleiht Israel ihm den Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“.

 

1955
1. Dezember
Deutsche Sprache

Im Zusammenhang mit der schrittweisen Annäherung Israels und Deutschlands schlägt  Innenminister Israel Bar-Yehuda vor, die Beschränkungen bezüglich der deutschen Sprache in kulturellen Institutionen, die seit der Staatsgründung in Kraft waren, aufzuheben. Die israelische Regierung erlaubt daraufhin eine moderatere Handhabung der deutschen Sprache. Bis 1983 musste die Regierung solche Entscheidungen bestätigen.

 

1957
26. März
Öffentliche Rede

Erich Ollenhauer, Parteivorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, wird offiziell vom Staat Israel eingeladen. Als erster Deutscher hält er in Israel eine öffentliche Rede.

 

1957
15. September
Sportliche Annäherung

Willi Daume, der Präsident des Deutschen Sportbundes, reist nach Israel, um dem dortigen Sportverband eine Spende zu überreichen. Die Sonderstellung des Sports in der ersten offiziellen Annäherung der beiden Länder führte dazu, dass nach Daumes Besuch Bundestagsabgeordnete als Sportfunktionäre getarnt nach Israel reisten.

 

1957
27. Dezember
Militärische Zusammenarbeit

Ein geheimes Gespräch zwischen Schimon Peres und Franz Josef Strauß markiert den Beginn deutscher Rüstungslieferungen an Israel. Der Generaldirektor des israelischen Verteidigungsministeriums besucht den deutschen Verteidigungsminister in dessen Haus in Rott am Inn. Erst 1964 erfährt die Öffentlichkeit davon.

 

1958
30. April
Freiwilliger Dienst

Eine Gruppe evangelischer Christen um Lothar Kreyssig gründet die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF). Sie rufen die Deutschen dazu auf, ihre Schuld während der NS-Zeit durch freiwilligen Dienst in Israel, Polen und Russland zu sühnen. 2015 soll der neue deutsch-israelische Freiwilligendienst starten.

 

1958
Sportlicher Austausch

An der Deutschen Sporthochschule Köln beginnt der spätere Trainer der israelischen Fußball-Nationalmannschaft, Emmanuel Schaffer, den Trainerlehrgang des Deutschen Fußball-Bundes. Im Februar 1963 beginnt der erste Studierendenaustausch mit dem Besuch von Studenten der Deutschen Sporthochschule Köln an der israelischen Sporthochschule Wingate Institute in Netanya. 1971 gehen die beiden Institute die erste israelisch-deutsche Hochschulpartnerschaft ein.

 

1959
Dezember
Vernetzte Forschung

Das Weizmann-Institut in Israel lädt die deutsche Max-Planck-Gesellschaft nach Israel ein. Mit der Annäherung der beiden Wissenschafts-Institutionen beginnt die wissenschaftliche Zusammenarbeit. 1964 wird sie mit dem so genannten Minerva-Vertrag besiegelt. Im Juli 1986 wird die Deutsch-Israelische Stiftung für wissenschaftliche Forschung und Entwicklung, GIF, gegründet. Sie hat ihren Hauptsitz in Jerusalem und ein Liaison-Büro in München.

 

1960
Deutsches Produkt

Motti Auerbach, Sohn des letzten Rabbiners von Frankfurt am Main, wird als Repräsentant für Volkswagen in Israel ausgewählt. Felix Burian, der 1938 aus seiner Heimat Wien flüchten musste, eröffnet in Israel die erste Volkswagen-Werkstatt.

 

1960
14. März
Erstes Treffen

Die erste Begegnung von Bundeskanzler Konrad Adenauer mit Ministerpräsident David Ben Gurion fand im Hotel Waldorf Astoria in New York statt – an einem neutralen Ort. In den Gesprächen ging es um die deutsche Unterstützung für Israel. Wichtiger aber war die Tatsache, dass mit diesem in freundlicher Atmosphäre geführten Treffen eine Verständigung zwischen Deutschland und Israel und dem Judentum wieder möglich erschien.

 

1961
11. April
Spätes Verfahren

In Jerusalem beginnt das Hauptverfahren gegen Adolf Eichmann, der als SS-Angehöriger in einer speziellen Gestapo-Abteilung maßgeblich am Holocaust beteiligt war. Am 15. Dezember verliest das Gericht die Todesstrafe, im folgenden Jahr wird sie vollstreckt.

 

1963
Bildende Reisen

Rund 30 Deutsche nehmen an der ersten Israel-Studienreise teil, die von der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) durchgeführt wird. Ende 2012 zählt das Programm bereits 7300 Teilnehmende auf 267 Israel-Reisen.

 

1965
12. Mai
Deutsch-israelische Beziehungen

Israel und die Bundesrepublik Deutschland nehmen diplomatische Beziehungen auf. Der deutsche Bundeskanzler Ludwig Erhard und der israelische Ministerpräsident Levi Eschkol vereinbarten den Austausch von Botschaftern.

 

1965
18. August
Erste Botschafter

Rolf Pauls wird erster deutscher Botschafter in Israel. Anfangs gab es heftigen Protest gegen einen ehemaligen Wehrmachtsoffizier als deutschen Botschafter. Der in Wien geborene Diplomat Ascher Ben-Natan überreicht sein Beglaubigungsschreiben als erster israelischer Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland.

 

1966
Januar
Attraktive Reiseziele

Das Staatliche Israelische Verkehrsbüro in Frankfurt am Main eröffnet. Seit 1987 gibt es ein Zweigbüro auf dem Kurfürstendamm in Berlin, das in den 1990er-Jahren nach Berlin-Mitte umzieht; seit 2003 ist das Hauptbüro in Berlin. 1974 eröffnete das Tel Aviver Stadtbüro der Deutschen Zentrale für Tourismus und beginnt für Deutschland als Tourismusziel zu werben.

 

1966
21. März
Deutsch-Israelische Gesellschaft

In Bonn wird die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) gegründet. Rund 4600 Mitglieder zählt die bundesweite Organisation heute, in der sich gemäß dem zentralen Leitsatz „Freunde Israels in überparteilicher Zusammenarbeit zusammenfinden, um in Solidarität mit dem Staat Israel und seiner Bevölkerung zu wirken.“ Im April 1971 wird in Tel Aviv die Israelisch-Deutsche Gesellschaft gegründet. Die Partnerorganisation der DIG hat ebenso wie ihr Pendant den Ausbau eines Dialogs zwischen beiden Ländern zum Ziel.

 

1966
9.Mai
Besuch in der Wüste

Konrad Adenauer besucht David Ben Gurion in dessen Rückzugsort in Sde Boker in der Negev-Wüste. Ein Jahr später stirbt Adenauer und Ben Gurion reist erstmals seit Oktober 1945 im April 1967 zu Adenauers Beisetzung nach Deutschland.

 

1966
Frühe Städtepartner

Kurz nach Aufnahme der offiziellen Beziehungen treten auch die ersten Städte miteinander in Kontakt, so geht zum Beispiel Berlin-Charlottenburg mit den Städten Or Yehuda sowie Kiryat Ata Partnerschaften ein. Heute bestehen mehr als 100 Städtepartnerschaften zwischen Israel und Deutschland.

 

1967
18. April
Aufstrebende Wirtschaft

In Tel Aviv wird die Israelisch-Deutsche Handelskammer gegründet. Am selben Tag entsteht in Frankfurt ihr Gegenstück, die Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Wirtschaftsbeziehungen mit Israel.

 

1968
Erste Direktflüge

Eröffnung des Lufthansabüros in Tel Aviv und die Einführung der ersten Direktflüge von Frankfurt und München nach Tel Aviv.

 

1969
19. März
Parlamentarische Kontakte

Im Bundestag werden Mitglieder einer Delegation der Knesset begrüßt. Es ist der erste Besuch einer Abordnung israelischer Parlamentarier in Deutschland. Am 2. April 1971 bilden Mitglieder des Deutschen Bundestages eine „Kontaktgruppe des Bundestages zu Israel“ mit 106 Mitgliedern, die dann zur Parlamentariergruppe wird. Im Juni 1971 besucht zum ersten Mal eine Delegation des Bundestags die israelische Knesset. Das israelische Pendant in der Knesset formiert sich 1978.

 

1970
22. Februar
Erster Regierungsbesuch

Der israelische Außenminister Abba Eban trifft am Flughafen München ein. Sein Besuch ist der erste eines israelischen Regierungsmitglieds in der Bundesrepublik Deutschland.

 

1972
5. September
Olympia-Attentat

Während der Olympischen Spiele in München nehmen palästinensische Terroristen elf Mitglieder der israelischen Olympia-Mannschaft als Geiseln. Alle Geiseln werden ermordet oder sterben in einer missglückten Befreiungsaktion. Ein deutscher Polizist stirbt ebenfalls. Zum 40. Jahrestag des Terroranschlags wird in München eine Gedenktafel enthüllt.

 

1973
8. Juni
„Besonderer Charakter“

Als erster amtierender Bundeskanzler besucht Willy Brandt Israel. Dort prägt er eine bleibende Formel für das deutsch-israelische Verhältnis: „Unsere normalen Beziehungen haben den Charakter der Besonderheit“.

 

1975
1. Januar
Gemeinsame Jugendarbeit

Die „Gemeinsamen Bestimmungen für die Durchführung und Förderung des deutsch-israelischen Jugendaustausches“ treten in Kraft. Bereits seit den 1950er-Jahren reisen deutsche Jugendgruppen nach Israel. 2001 wird das Koordinierungszentrum Deutsch-israelischer Jugendaustausch Conact gegründet.

 

1975
8. Juli
Wichtiger Besuch

Ministerpräsident Jitzchak Rabin trifft als erster israelischer Regierungschef in Deutschland ein. Er beginnt den Besuch im ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen.

 

1975
3. September
Einzigartige Partner

Der israelische Gewerkschaftsdachverband Histadrut und der Deutsche Gewerkschaftsbund schließen einen Partnerschaftsvertrag. Es ist weltweit der einzige dieser Art.

 

1979
1. Januar
Aktive Kulturarbeit

Das Goethe-Institut, das weltweit tätige deutsche Kulturinstitut, eröffnet eine Niederlassung in Tel Aviv. 1988 folgt ein weiteres Institut in Jerusalem.

 

1983
2. November
Ungewöhnlicher Trainer

Der israelische Star-Basketballer Ralph Klein wird Bundestrainer der deutschen Basketball-Nationalmannschaft. Der in Berlin geborene Holocaust-Überlebende betreut die deutsche Mannschaft bis 1987.

 

1985
8. Oktober
Erster Staatsbesuch

Der deutsche Bundespräsident Richard von Weizsäcker trifft in Israel ein. Der viertägige Besuch ist der erste eines deutschen Staatsoberhaupts in Israel.

 

1987
6. April
„Offenkundigen Beweis“

Als erstes israelisches Staatsoberhaupt trifft Chaim Herzog in Deutschland ein. Der Präsident bezeichnet die Staatsvisite als den „offenkundigen Beweis für das Scheitern der Nazis“. Am ersten Tag seines Aufenthalts besucht er das ehemalige Konzentrationslager Bergen-Belsen.

 

1988
1. Mai
Segelnde Soldaten

Das Segelschulschiff der deutschen Marine, die „Gorch Fock“, legt im Hafen von Haifa an. Es ist das erste Mal, dass deutsche Soldaten israelischen Boden betreten. Im Mai 2005 geht die „Gorch Fock“ im Rahmen der 40-Jahr-Feiern zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen erneut in Haifa vor Anker.

 

1989
9. November
Unvorhersehbares Ereignis

Der Fall der Berliner Mauer rückt die Möglichkeit der Wiedervereinigung Deutschlands näher. In Israel werden die Ereignisse mit Aufmerksamkeit und nicht ohne Bedenken verfolgt, wie der Briefwechsel zwischen Ministerpräsident Jitzchak Schamir und Bundeskanzler Helmut Kohl zeigt.

 

1992
16. September
Viel beachtete Reise

Ministerpräsident Jitzchak Rabin besucht als erstes israelisches Staatsoberhaupt das vereinigte Deutschland. Er hält eine viel beachtete Rede im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen.

 

1996
16. Januar
Hebräische Rede

Während seines viertägigen Staatsbesuchs in Deutschland spricht Israels Präsident Ezer Weizman vor dem Bundestag. Die auf Hebräisch gehaltene Rede ist die erste eines israelischen Staatsoberhaupts an diesem Ort. Weizman spricht zudem als erstes ausländisches Staatsoberhaupt seit der deutschen Wiedervereinigung vor dem Bundestag.

 

1998
5. Mai
Gemeinsames Training

Zum ersten Mal besuchen deutsche Offiziersanwärter Israel, um an einem gemeinsamen Training mit der israelischen Armee teilzunehmen. Daneben absolvieren sie ein umfangreiches Bildungsprogramm.

 

1999
21. September
Erster Berlinbesuch

Der israelische Ministerpräsident Ehud Barak besucht den deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder in dessen neuem Amtssitz in Berlin. Es ist der erste Besuch eines ausländischen Regierungschefs nach der Verlegung der Hauptstadt von Bonn nach Berlin.

 

2000
16. Februar
Historische Verantwortung

Während eines Staatsbesuchs spricht der deutsche Bundespräsident Johannes Rau vor der Knesset. Die auf Deutsch gehaltene Rede ist die erste eines deutschen Staatsoberhaupts an diesem Ort. Er sagt: „Aus der Geschichte folgt Verantwortung.“

 

2001
23. Oktober
Junge Begegnungen

In Anwesenheit von Bundespräsident Johannes Rau wird in Wittenberg „Conact“ eröffnet, das Koordinierungszentrum Deutsch-israelischer Jugendaustausch. Partner auf israelischer Seite ist die Israel Youth Exchange Authority in Tel Aviv.

 

2005
24. Januar
„Unverhandelbare Grundposition“

Zum Gedenken an den 60. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager spricht Bundesaußenminister Joschka Fischer vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York. „Das Existenzrecht des Staates Israel“, sagt Fischer, „wird immer unverhandelbare Grundposition deutscher Außenpolitik bleiben“.

 

2007
6. Dezember
Deutsch-Israelisches Zukunftsforum

In Berlin wird die Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum gegründet. Ein zweites Büro ist in Tel Aviv. Zurückgehend auf eine Idee des israelischen Staatspräsidenten und des deutschen Bundespräsidenten, fördert die Stiftung Projekte junger Erwachsener aus beiden Ländern.

 

2008
16. März
Erste Regierungskonsultationen

Die Regierungen Israels und Deutschlands nehmen aus Anlass des 60. Jahrestags der Staatsgründungs Israels Regierungskonsultationen auf. Geleitet von Ministerpräsident Ehud Olmert und Bundeskanzlerin Angela Merkel, sollen die Konsultationen dazu beitragen, durch gemeinsame politische Maßnahmen das Verhältnis der beiden Staaten zu festigen.

 

2008
18. März
Große Ehre

Bundeskanzlerin Angela Merkel hält eine Rede auf Deutsch vor der Knesset. Damit spricht zum ersten Mal eine ausländische Regierungschefin vor dem israelischen Parlament. Eigentlich ist diese Ehre nur Staatsoberhäuptern vorbehalten. Sie sagt: „Die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar“.

 

2010
27. Januar
Unvergessliche Geschichte

Am 65. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz spricht Israels  Staatspräsident Shimon Peres vor dem Bundestag. Er sagt: „Während es mein Herz zerreißt, wenn ich an die Gräueltaten der Vergangenheit denke, blicken meine Augen in die gemeinsame Zukunft einer Welt von jungen Menschen, in der es keinen Platz für Hass gibt.“

 

2011
8. April
Neue Anlaufstelle

Eröffnung des Generalkonsulats für Süddeutschland in München, in Anwesenheit von Außenminister Avigdor Lieberman und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer. 2015 bekommt das Generalkonsulat eine neue Adresse am Karolinenplatz.

 

2011
26. Juli
Musikalischer Tabubruch

In Bayreuth tritt das Israelische Kammerorchester auf. Als die Musiker nach Werken von Tzvi Avni, Mahler, Mendelssohn und Liszt das Siegfried-Idyll von Richard Wagner intonieren, ist es das erste Mal, dass ein israelisches Orchester in Deutschland die Musik des bekennenden Antisemiten spielt.

 

2014
23. Februar
„Vielschichtige Freundschaft“

In Jerusalem finden die fünften deutsch-israelischen Regierungskonsultationen statt. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier bezeichnet in einem Artikel in einer israelischen Tageszeitung die „vielschichtige Freundschaft“ zwischen Israel und Deutschland als „unschätzbar wertvoll und einzigartig.“

 

2014
25. Februar
Höchster Staatsorden

Aus der Hand von Israels Präsident Shimon Peres erhält die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel den höchsten Staatsorden „Itur Nesi Medinat Israel“. Der Orden ehrt Menschen und Organisationen, die sich in herausragender Weise um Israel verdient gemacht haben.

 

2014
23.Oktober
Jubiläumsjahr in Israel

Der deutsche Botschafter in Israel, Andreas Michaelis, und der israelischen Staatspräsident, Reuven Rivlin, eröffnen am 23. Oktober gemeinsam das Jubiläumsjahr zum 50-jährigen Bestehen der diplomatischen Beziehungen in Israel. Den Rahmen dafür bildeten die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in der Residenz des Botschafters in Herzliya.

 

17. Dezember
Jubiläumsjahr in Deutschland

Der israelische Botschafter in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, und Bundespräsident Joachim Gauck eröffnen im Rahmen der Zündung der zweiten Channuka-Kerze in der Residenz des Botschafters in Berlin das Jubiläumsjahr in Deutschland.