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Akteure im Austausch

In Potsdam brachte das Akteursforum Partner aus Politik und Zivilgesellschaft in Tunesien, Ägypten und Deutschland zusammen. Im Mittelpunkt stand die Diskussion über den Wandel in den beiden nordafrikanischen Staaten.

„Wir brauchen dringend fachliches Training für Journalisten“, sagt die junge ägyptische Aktivistin Sarah El-Rashidi auf dem zweiten „Akteursforum“ – organisiert vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) und gefördert vom Auswärtigen Amt im Rahmen der Deutsch-Ägyptischen und Deutsch-Tunesischen Transformationspartnerschaft. Die Veranstaltung ist eine von zahlreichen Aktivitäten, mit denen Deutschland die Transformation in der Region unterstützt. Mit einer Kollegin der „Tahrir Lounge“ drehte Sarah eine Reportage über die problematischen Zustände auf Cairos vergessener Nilinsel Gazirat Warraq. Das engagierte journalistische Projekt ist Ergebnis ihres ersten Treffens mit anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren des Wandels aus Tunesien und Ägypten in Deutschland. Jetzt suchen beide Frauen nach mehr Austauschmöglichkeiten für die Realisierung ihrer Aktivitäten und nach finanzieller Unterstützung.

Für beides taten sich auf dem Akteursforum neue Türen auf. „Wir möchten damit die entstandenen Netzwerke und Kompetenzen gezielt weiterentwickeln“, sagt Odila Triebel, Leiterin des Bereichs Dialogforen im ifa. Deutsche Mittlerorganisationen stellten daher beispielhaft Kooperationsprojekte im Bereich Medien, Kultur, Bildung und Kulturdialog vor, die mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes bereits realisiert werden – so zum Beispiel Fortbildungen vor allem regionaler Journalisten oder ein Training in Medien- oder Kulturmanagement. Großen Anklang bei den Akteuren fanden auch verschiedene Austauschmöglichkeiten über Kurzaufenthalte in deutschen Kultur- oder Medieninstitutionen. Andere nachgefragte Projekte zielten auf die Stärkung der gesellschaftlichen Rolle von Frauen oder die politische Beteiligung von Jugendlichen.

Mit viel Engagement diskutierten die Teilnehmer schließlich mit den Vertretern des Goethe-Instituts, der DW Akademie, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), dem Internationalen Institut für Journalismus der GIZ und des ifa neue konkrete Projektideen. Jetzt komme es darauf an, passende Angebote zu entwickeln, sagte Odila Triebel und Botschafter Heinrich Kreft vom Auswärtigen Amt bestätigte: „Mit dieser Zwischenbilanz wollen wir Empfehlungen für das zweite Förderjahr 2013 entwickeln.“

2. Akteursforum in Deutschland im Rahmen der Transformationspartnerschaft mit Ägypten und Tunesien (9. bis 12. Dezember 2012)

www.auswaertiges-amt.de

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