GrueneWoche_1801

Im Einsatz gegen den Hunger

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt weltweit Projekte zur Verbesserung der Ernährungssituation und der ländlichen Entwicklung. Ein Beispiel aus Afrika.

Die Region Karamoja im Nordosten Ugandas ist ein unwirtlicher Landstrich. Trockenheit prägt das Gebiet, und die Dürre-Häufigkeit hat in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen, wahrscheinlich infolge des Klimawandels. Für die Bewohner des Karamoja stellt der Niederschlagsmangel eine wachsende Gefahr dar. Das Volk der Karimojong lebt seit hunderten von Jahren als Viehhirten in der Region. Kühe sind ihr Kapital, und zugleich ihre wichtigste Ressource, denn Milch ist hier Grundnahrungsmittel. Die Herden verursachen jedoch auch ökologische Schäden. Durch Überweidung wird die fortschreitende Wüstenbildung verstärkt, weite Teile des Landes verkommen zur Wüste. Die Hirten zerstören zunehmend ihre eigene Lebensgrundlage.

Die stetig steigende Bevölkerungsdichte verschärft die Probleme. Inzwischen leiden tausende Menschen in Karamoja an Unter- oder Mangelernährung. Betroffen sind, wie so oft, vor allem die Kinder. Internationale Organisationen haben die Menschen zwar immer wieder mit Hilfslieferungen notdürftig versorgt, doch das kann keine Dauerlösung sein. Um den Karimojong neue Zukunftsperspektiven zu eröffnen, wurde versucht, ihre Nahrungsmittelproduktion stärker auf Ackerbau auszurichten.

Ein 2009 gestartetes Projekt der Welthungerhilfe und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) zielt darauf ab, die Lebensumstände der Karimojong nachhaltig zu verbessern. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Rahmen des globalen Programms zur Ernährungssicherung finanziert. Die Helfer verfolgen dabei einen doppelten Ansatz. Zum einen soll die regionale landwirtschaftliche Produktion durch verbesserte Anbaumethoden, die Verwendung von trockenheitsresistenten Saatgut-Sorten sowie durch effizientere Bewässerung gesteigert und die Vermarktungsmöglichkeiten durch Infrastrukturmaßnahmen verbessert werden. Zugleich wird versucht, bei der Konfliktlösung zwischen den Clans neue, friedliche Wege zu gehen. Erste positive Ergebnisse sind bereits sichtbar.

www.giz.de

www.bmz.de

www.deutschland.de

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