GrueneWoche_1701

Zum Wohle der Weltbevölkerung

Auf dem Global Forum for Food and Agriculture in Berlin diskutieren Politiker, Wirtschaftsvertreter und Wissenschaftler über wichtige Zukunftsfragen – die weltweite Ernährungssicherheit und die ländliche Entwicklung.

Die Herausforderung ist gewaltig: Mehr als neun Milliarden Menschen dürften im Jahr 2050 auf der Erde leben, und alle müssen satt werden. Doch es ist heute schon schwierig, für die Weltbevölkerung von derzeit rund sieben Milliarden Menschen eine ausreichende Ernährung zu sichern. Was tun?

Mit dieser zentralen Frage und den damit verbundenen Themen befasst sich vom 17. bis 19. Januar 2013 zum fünften Mal in Berlin das Global Forum for Food and Agriculture (GFFA). Diese internationale Veranstaltung im Rahmen der „Internationalen Grünen Woche“ bringt Politiker mit Vertretern der Wirtschaft und Wissenschaftlern auf einer Diskussionsplattform zusammen, um gemeinsam nach neuen Ansätzen für die Zukunft der globalen Nahrungsmittelproduktion zu suchen. Herzstück des Programms ist das Internationale GFFA Podium mit circa 1.400 Teilnehmern aus aller Welt, welches vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) ausgerichtet wird. Erstmalig veranstalten die Afrikanische Union, die Food and Agricultural Organization (FAO) der Vereinten Nationen und die Organisation for Economic Co-Operation and Development (OECD) begleitende, öffentliche Arbeitssitzungen. Deren Ergebnisse sollen auch in den am 19. Januar 2013 im Auswärtigen Amt stattfindenden Berliner Agrarministergipfel sowie in das Internationale Wirtschaftspodium einfließen.

Schwerpunkt des GFFA 2013 sind verantwortungsvolle Investitionen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Bis Mitte des Jahrhunderts dürften, um eine globale Ernährungssicherheit zu gewährleisten, nach Expertenmeinung jedes Jahr mindestens 83 Milliarden US-Dollar benötigt werden. Viele Staaten können die erforderlichen Mittel nicht selber aufbringen. Sie sind auf Auslandsinvestitionen angewiesen. Solche fließen zwar schon jetzt, aber die Auswirkungen sind oft umstritten. Kleinbauern werden bei Landverkäufen vertrieben, und der Anbau von Energiepflanzen konkurriert zunehmend mit der Produktion von Grundnahrungsmitteln. Deshalb müssen sinnvolle Finanzierungsstrategien aufgebaut werden, von denen sowohl die Bevölkerung wie auch die Investoren dauerhaft profitieren.

Global Forum for Food and Agriculture vom 17. bis 19. Januar 2013 in Berlin

www.gffa-berlin.de

© www.deutschland.de

Kommentar hinzufügen

Zum Verfassen von Kommentaren bitte Anmelden.