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5 Fakten zur Energiewende, die Sie kennen sollten

Wie viel grüner Strom wird in Deutschland produziert? Stehen die Menschen immer noch hinter dem großen Projekt der Energiewende? Die Jahresauswertung von Agora Energiewende liefert neue Fakten zur deutschen Energiewende:

1. Grüner Strom boomt

Im Jahr 2016 wurde Strom zu 32,3 Prozent aus Erneuerbaren Energien gewonnen. Das ist fast jede dritte Kilowattstunde Strom, die verbraucht wurde. Der Ökostrom-Anteil wuchs damit im Jahr 2016 um 0,8 Prozent. 

2. Energiewende mit vielen Freunden

Kaum jemand in Deutschland spricht sich gegen die Energiewende aus; die Zustimmung ist im Jahr 2016 sogar gewachsen. Laut einer Umfrage halten 93 Prozent der Bürgerinnen und Bürger die Energiewende für „wichtig“ oder „sehr wichtig“. Das ist der höchste Wert, seitdem die Studie durchgeführt wird. 

3. Weniger Strom aus Kohle 

Braun- und Steinkohle hatten mit 23,1 Prozent und 17 Prozent im Jahr 2016 einen geringeren Anteil an der Stromerzeugung als im Vorjahr. Weniger Kohleeinsatz, das heißt auch: die Klimabilanz des Stromsystems hat sich verbessert. Dessen CO2-Emissionen gingen 2016 leicht zurück und lagen bei 306 Millionen Tonnen (-1,6 Prozent gegenüber 2015).

4. Zu viele CO2-Emissionen

Für schlechte Nachrichten dagegen sorgt die Menge der Gesamt-Treibhausgasemissionen Deutschlands. Sie ist von 908 auf 916 Millionen Tonnen gestiegen (+0,9 Prozent). Damit sind die CO2-Emissionen des Stromsektors nun im dritten Jahr in Folge gesunken, während sich die Sektoren Industrie, Wärme und Verkehr weniger für den Klimaschutz engagieren.

5. Strom wird teurer

Weltweit konnten sich Verbraucher im Jahr 2016 über günstige Energie freuen, was an den gesunkenen Weltmarktpreisen für Kohle, Öl und Gas sowie den Strompreisen an der Börse lag. Zwar werden Börsenstrom, Erdgas und Heizöl immer billiger. Dies gilt aufgrund von steigenden Abgaben und Umlagen aber nicht für den Haushaltsstrompreis in Deutschland. Er übersteigt 2017 die Marke von 30 Cent pro Kilowattstunde.

Thema: Klima und Energie

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