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„Fester Bestandteil des Studiums“

Raúl Rojas, Professor an der Freien Universität (FU) Berlin und Experte für künstliche Intelligenz, organisiert einen Wettbewerb zu selbstfahrenden Autos.

Sie forschen zu selbstfahrenden Autos. Für das Deutschlandjahr haben Sie zwölf Modellautos an mexikanische Hochschulen verteilt. Dort programmieren Studenten die Software. Wie geht es voran?
Wir haben im November 2016 in Mexiko-Stadt einen Workshop organisiert, bei dem die Gruppen zeigen konnten, was sie in der Zwischenzeit programmiert haben. Wir haben eine Autobahn auf den Boden aufgezeichnet, darauf sind die Modellautos um die Wette gefahren. Wir wollten sehen, wie gut sie in der Spur bleiben und ob sie überholen können. Das hat gut geklappt. 

Wie ist ansonsten Ihr Eindruck vom Deutschlandjahr in Mexiko?
Es läuft sehr gut. Jeden Monat finden viele verschiedene Veranstaltungen statt, sowohl in Deutschland als auch in Mexiko. Man kommt kaum dazu, bei allem dabei zu sein.

Welche Erwartungen haben Sie für die „zweite Halbzeit“?
Im Rahmen unseres Projekts wird es im März 2017 in Mexiko-Stadt ein Wettrennen der Modellautos geben. Diesmal geht es um Schnelligkeit auf dem Parcours. Wir wollen aber nicht einfach nur einen Gewinner ermitteln – das Projekt soll nachhaltig wirken. Unser Ziel ist es, dass die selbstfahrenden Autos in der wissenschaftlichen Lehre in Mexiko eingesetzt und ein fester Bestandteil der Ausbildung an den Universitäten werden. Einige teilnehmende Unis haben bereits erklärt, dass sie künftig Lehrveranstaltungen dazu anbieten werden.

Interview: Astrid Herbold

Deutschlandjahr in Mexiko

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