OECD hebt Konjunkturprognose für deutsche Wirtschaft
Trotz Krisen glaubt die OECD an mehr Aufschwung der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr. Unsicherheiten bleiben dennoch bestehen.
Paris (dpa/d.de) - Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht von einem stärkeren Wirtschaftsaufschwung in Deutschland in diesem Jahr aus. Dem jüngsten Wirtschaftsausblick der Organisation zufolge wird das Wachstum auf 1,1 Prozent prognostiziert – und damit 0,4 Prozentpunkte höher als im Juni. Für das kommende Jahr rechnet sie mit einem Plus von ebenfalls 1,1 Prozent.
Auch im Euroraum und mit Blick auf die Weltwirtschaft hat die OECD ihre Prognosen für dieses Jahr leicht angehoben. Sie geht von 1,0 Prozent beziehungsweise 2,9 Prozent Zuwachs aus. Für das kommende Jahr prognostiziert sie ebenfalls 1,0 Prozent und 3,0 Prozent.
Unsicherheiten durch Konflikte, Wetter und KI-Zukunft
Trotz der negativen Folgen durch den Konflikt im Mittleren Osten blieb das Wachstum in der ersten Jahreshälfte der OECD zufolge in vielen Ländern robust. Große Ölvorräte, Lieferungen von außerhalb der Golfstaaten und staatliche Unterstützungsmaßnahmen federten die Folgen demnach ab. Der Ausblick hänge dennoch stark davon ab, ob eine dauerhafte Lösung des Konflikts gefunden werde. Zölle und Ausfuhrbegrenzungen sowie Wetterereignisse wie El Niño seien zusätzliche Unwägbarkeiten. Zudem könnte laut OECD das Wachstum gebremst werden, sollten sich Investitionen in Künstliche Intelligenz nicht wie erwartet auszahlen.