Steinmeier in China: Zuversicht bei Differenzen zum Handel
Zum Abschluss seines Staatsbesuchs in China trifft Bundespräsident Steinmeier Ministerpräsident Li Qiang und Staatschef Xi Jinping. Ein Hauptthema: Chinas hoher Handelsüberschuss.
Peking (dpa) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich zuversichtlich gezeigt, dass Deutschland und China ihre Unstimmigkeiten in Handelsfragen lösen können. Man habe jüngst bei der Einigung über die Drosselung der Exporte von Hybridautos in die EU gesehen, dass es da, wo es schwierig sei, „den Weg zu Lösungen gibt“, sagte er zum Auftakt seines Gesprächs mit Chinas Ministerpräsident Li Qiang in Peking.
Steinmeier sprach das gewachsene Ungleichgewicht in den bilateralen Handelsbeziehungen direkt an. Chinas Handelsbilanzüberschuss gegenüber Deutschland betrug im vergangenen Jahr fast 90 Milliarden Euro.
Im Anschluss empfing Chinas Staatschef Xi Jinping Steinmeier auf dem Platz am Osttor der Großen Halle des Volkes in Peking mit einer formellen Willkommenszeremonie. Steinmeier und Xi Jinping kennen sich bereits seit fast zwei Jahrzehnten aus Steinmeiers Zeit als Außenminister.
Zuvor hatte Steinmeier in einer Rede an der Peking Universität China dazu aufgerufen, gemeinsam die regelbasierte internationale Ordnung zu stärken und für Frieden und einen freien Welthandel einzutreten. Es ist der erste China-Besuch eines deutschen Bundespräsidenten seit fast acht Jahren.