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Eine Frau in medizinischer Schutzkleidung.
In medizinische Berufe erkennt Deutschland besonders viele Abschlüsse an. © Adobe Stock/ Graphicroyalty

Deutschland erkennt mehr ausländische Berufsabschlüsse an

Ausländische Fachkräfte werden gebraucht, um den Bedarf in Deutschland zu decken. Die Zahl die Anerkennungen steigt deutlich, besonders aus einem Land.

20.08.2026

Wiesbaden (dpa) - In Deutschland werden immer mehr ausländische Berufsabschlüsse anerkannt. Im vergangenen Jahr bewilligten die Behörden dem Statistischen Bundesamt zufolge 86.600 Anträge - knapp 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zu den Vorjahren 2024 und 2023, als die Anerkennungen um 21 und 25 Prozent stiegen, verlangsamte sich aber das Wachstum.

Die meisten Anerkennungen stammten 2025 wie schon in den vergangenen Jahren aus der Türkei (9.800), die auf einen Anteil von 11 Prozent an allen Anerkennungen kommt. Zudem wurden rund 8.300 Anerkennungen aus der Ukraine gemeldet. Stark vertreten waren ferner Berufsabschlüsse aus Syrien (6.100), Indien und Tunesien (je 5.400). Die Zahl der in Syrien erworbenen Berufsqualifikationen stieg mit 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahr besonders stark.

Die meisten anerkannten Berufsabschlüsse drehten sich wie im Vorjahr um medizinische Berufe. Auf Platz eins lagen mit 32.000 Anerkennungen Pflegefachkräfte. Es folgten Ärzte (13.900) und Ingenieure (4.600). Diese drei Berufe machten mehr als die Hälfte (58 Prozent) aller anerkannten Berufe aus.