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Yemisi Mabry bei der Leichtathletik-EM in Birmingham
Yemisi Mabry holte Bronze im Kugelstoßen © picture alliance / Gladys Chai von der Laage | Chai von der Laage

Deutschlands stärkste EM seit 28 Jahren

Sechs Mal Gold, zehn Mal Silber und fünf Mal Bronze: Bei der Leichtathletik-EM in Birmingham gewannen die deutschen Sportler 21 Medaillen – ein Rekord in diesem Jahrtausend.

17.08.2026

Deutschlands Leichtathletinnen und Leichtathleten haben die Europameisterschaften 2026 in Birmingham mit 21 Medaillen abgeschlossen – so erfolgreich wie seit 1998 nicht mehr. Sechsmal Gold, zehnmal Silber und fünfmal Bronze bedeuteten und Rang drei im Medaillenspiegel hinter Italien und Gastgeber Großbritannien. 

Die deutsche Mannschaft überzeugte in einer ungewöhnlich großen Bandbreite: im Sprint, auf den langen Strecken, in den Hindernisrennen, im Mehrkampf sowie in den Wurfdisziplinen. Neben etablierten Leistungsträgerinnen und Leistungsträgern schafften auch jüngere Athletinnen und Athleten den Sprung auf das internationale Podium. 

Weltmeister Leo Neugebauer gewann erstmals auch den Europameistertitel, während Niklas Kaul mit Silber für einen deutschen Doppelerfolg sorgte. Gold in beiden 3.000-Meter-Hindernisrennen erreichten Gesa Krause und Frederik Ruppert. Für historische Momente sorgten zudem Owen Ansah mit dem ersten deutschen EM-Titel über 200 Meter seit 44 Jahren und Julian Weber, der im letzten Versuch mit 90,60 Metern zu Speerwurf-Gold und EM-Rekord warf. Vize-Weltmeister Amanal Petros gewann das Einzelrennen im Marathon mit einem entschlossenen Sololauf, das deutsche Männerteam holte zusätzlich Silber in der Mannschaftswertung.

Das Ergebnis übertraf sowohl die Heim-EM 2022 in München mit 16 Medaillen als auch die Bilanz von Rom 2024 deutlich.