Zum Hauptinhalt springen

Darstellung und Barrierefreiheit

Dark-Modus
Text vergrößern
deutschland.de in Gebärdensprache
Owen Ansah freut sich bei der Leichtathletik-EM in Birmingham über Gold im 200-Meter-Sprint.
Owen Ansah freut sich bei der Leichtathletik-EM in Birmingham über Gold im 200-Meter-Sprint. © Sven Hoppe/dpa

Drei weitere Medaillen für Deutschland

Historische Erfolge für das deutsche Team: Owen Ansah holt Gold über 200 Meter, Emil Agyekum gewinnt Silber über 400 Meter Hürden und Shanice Craft Silber im Diskuswurf.

15.08.2026

Berlin (dpa) – Deutschlands Leichtathleten haben bei der Europameisterschaft in Birmingham drei weitere Medaillen gewonnen. Owen Ansah holte Gold über 200 Meter, Emil Agyekum gewann Silber über 400 Meter Hürden und Shanice Craft Silber im Diskuswurf. Damit kommt das deutsche Team auf insgesamt zwölf Medaillen. 

Ansah lief die 200 Meter in 19,95 Sekunden und blieb damit als erster Deutscher unter der 20-Sekunden-Marke. Wegen zu starken Rückenwinds wird die Zeit allerdings nicht als deutscher Rekord gewertet. Der 25-Jährige ist der erste deutsche Europameister über diese Distanz seit 44 Jahren. Zuletzt hatte Olaf Prenzler 1982 für die DDR den Titel gewonnen. Ansah hatte in Birmingham bereits Bronze über 100 Meter geholt. 

Auch Agyekum sorgte für einen historischen Erfolg. Der 27-Jährige lief über 400 Meter Hürden in 47,87 Sekunden auf Rang zwei hinter dem Norweger Karsten Warholm. Es ist die erste deutsche EM-Medaille über diese Distanz seit 40 Jahren. 

Craft erreichte im Diskuswurf 65,72 Meter und gewann ebenfalls Silber. Nach EM-Bronze 2014, 2016 und 2018 ist es ihre vierte EM-Medaille und ihre erste in Silber. 

Ansahs Erfolg steht unter dem Vorbehalt eines laufenden Verfahrens. Die Nationale Anti Doping Agentur wirft ihm vor, eine Dopingprobe verweigert zu haben, und hat eine vierjährige Sperre vorgeschlagen. Ansah weist den Vorwurf zurück und ist derzeit nicht suspendiert.