Kulturzentrum Villa Aurora nach Bränden wiedereröffnet
Anderthalb Jahre nach den verheerenden Bränden in Pacific Palisades hat das traditionsreiche Residenzhaus kürzlich seinen Betrieb wieder aufgenommen.
Los Angeles (d.de) – Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat am Dienstag die Villa Aurora in Los Angeles besucht. Anderthalb Jahre nach den verheerenden Bränden in Pacific Palisades hatte das traditionsreiche Residenzhaus kürzlich wieder den Betrieb aufgenommen. Die Villa Aurora wird vom Bund gefördert und bietet Kulturschaffenden die Möglichkeit, im Rahmen von Stipendien und Fellowships zeitweise in Los Angeles zu arbeiten und sich auszutauschen. Als einer der ersten Gäste verschaffte sich Weimer ein Bild von der Instandsetzung und dankte den Mitarbeitenden für ihren Einsatz. Weimer würdigte die Villa als Ort, „an dem die starke Verbundenheit der europäischen und amerikanischen Kultur sichtbar wird“. Stellvertretend für den Bundespräsidenten überreichte Weimer dem US-Amerikaner Justin Jampol das Verdienstkreuz am Bande. Die Auszeichnung würdigt seine herausragenden Verdienste um die transatlantischen Kulturbeziehungen. Während der Großbrände im Januar 2025 setzte sich Jampol selbstlos für den Schutz wertvoller Kulturgüter ein. Dank seiner logistischen und kuratorischen Unterstützung brachte man Gemälde, Bücher und Einrichtungsstücke der Familie Feuchtwanger in Sicherheit. Die Familie Feuchtwanger war die Familie des jüdischen Schriftstellers Lion Feuchtwanger und seiner Frau Marta, die nach ihrer Flucht vor den Nationalsozialisten in der Villa Aurora in Los Angeles lebte.