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Testmodell des Marsrovers „Idefix“
Testmodell des Marsrovers „Idefix“ © picture alliance/dpa | Ehsan Monajati
Weltraummission zum Mars

Deutsch-französischer Rover soll Rätsel der Marsmonde lösen

Der Rover „Idefix“ ist Teil der japanischen Weltraummission MMX. Mit deutscher und französischer Technologie soll er den Marsmond Phobos erkunden.

20.10.2026

Berlin (dpa, d.de) – Ein in Deutschland und Frankreich entwickelter Rover ist seit dem 19. Oktober 2026 auf dem Weg zum Mars. Er reist an Bord der erfolgreich gestarteten japanischen Raumsonde MMX (Martian Moons eXploration). Der Rover „Idefix“ wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der französischen Raumfahrtagentur CNES entwickelt. Er soll die Oberfläche des Marsmondes Phobos erkunden und neue Erkenntnisse über die Entstehung der Marsmonde liefern.

Deutsche Technologie für die Marsforschung

Der rund 25 Kilogramm schwere Rover soll zum Jahreswechsel 2028/2029 auf Phobos landen und dort etwa 100 Tage lang wissenschaftliche Daten sammeln. Die Raumsonde wird den Mars voraussichtlich im Sommer 2027 erreichen. Anschließend soll sie die Marsmonde zunächst aus der Umlaufbahn untersuchen und die Landung vorbereiten.

Das DLR hat unter anderem das Fahrwerk und zwei wissenschaftliche Messinstrumente entwickelt, mit denen der Rover die Zusammensetzung, Temperatur und Beschaffenheit der Oberfläche von Phobos untersuchen soll.

Die Landung ist eine besondere technische Herausforderung: Die Schwerkraft beträgt auf Phobos weniger als ein Tausendstel der Erdanziehungskraft. Deshalb wird „Idefix“ aus etwa 40 bis 100 Metern Höhe abgesetzt. Anschließend soll er sich selbständig aufrichten und als erster Rover überhaupt auf einem Marsmond fahren.

Die Mission soll klären, ob die Marsmonde Phobos und Deimos ursprünglich eingefangene Asteroiden waren oder bei einem gewaltigen Einschlag entstanden sind. Die japanische Raumsonde soll zudem Bodenproben von Phobos sammeln und 2031 zur Erde bringen.