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Bundeskanzler Merz (l.) und Präsident Macron setzen sich gegen das Verbrenner-Aus ein (Archivbild).
Bundeskanzler Merz (l.) und Präsident Macron setzen sich gegen das Verbrenner-Aus ein (Archivbild). © pa/dpa
Wirtschaft

Deutschland und Frankreich wollen kein Verbrenner-Aus

Kanzler Merz und Präsident Macron wollen die EU-Regeln für neue Verbrenner nach 2035 stärker lockern als bisher vorgesehen. Merz zeigt sich zufrieden.

18.10.2026

Brüssel (dpa) - Die beiden Autonationen Deutschland und Frankreich haben sich nach langem Ringen auf gemeinsame Vorschläge zur Zukunft von Verbrennermotoren und E-Autos geeinigt. Sie würden dazu führen, dass die Autoindustrie auch nach 2035 neue Verbrenner und Hybridfahrzeuge verkaufen dürfte, ohne dass Strafzahlungen drohen. Bundeskanzler Friedrich Merz sagte: „Das Verbrenner-Aus ist dann damit Geschichte.“ Die Verständigung könnte eine Mehrheit im Rat der EU-Staaten ermöglichen. Merz sprach bereits von positiven Reaktionen aus anderen Ländern.

Deutschland und die Autoindustrie hatten sich lange für ein Aufweichen des eigentlich beschlossenen Verbrenner-Aus eingesetzt. Frankreich und sechs weitere EU-Länder hatten bislang die nötigen Stimmen, um eine Entscheidung zu blockieren. Nun ist Frankreich umgeschwenkt. 

Der deutsch-französische Kompromiss sieht unter anderem vor, dass die Hersteller ihre durchschnittlichen Emissionen ab 2035 nur noch um 90 Prozent reduzieren müssten, ohne die verbleibenden 10 Prozent kompensieren zu müssen. 

Laut Bundesumweltminister Carsten Schneider könnten die Hersteller somit „in Elektromobilität und europäische Standorte investieren“.