Merz berät mit Strategiekreis über KI für Industrie und Verteidigung
Bei der dritten Sitzung des Strategiekreises im Kanzleramt haben Fachleute über Deutschlands KI-Strategie und Innovationen für die Verteidigung beraten.
Berlin (d.de) - Bundeskanzler Friedrich Merz hat Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft zur dritten Sitzung des Strategiekreises für Technologie und Innovation ins Bundeskanzleramt eingeladen. Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Stärkung nationaler KI-Ökosysteme und neue Innovationspotenziale im Verteidigungsbereich.
Der Strategiekreis sieht vor allem in der industriellen KI eine besondere Chance für Deutschland. Dabei geht es auch um das Potenzial Künstlicher Intelligenz für die nächste Generation der Robotik. Die Hightech Agenda Deutschland soll stärker mit wichtigen europäischen Innovationsvorhaben verzahnt werden. Dazu gehören sogenannte IPCEIs, grenzüberschreitende Projekte von gemeinsamem europäischem Interesse.
Merz hatte bei der Kabinettsklausur in Neuhardenberg Ende August die Ambitionen der Bundesregierung bei Künstlicher Intelligenz betont. „Auch im KI-Zeitalter wollen wir an der Weltspitze stehen“, sagte der Kanzler. Zugleich kündigte er an, stärker zu prüfen, wie Technologie für die Sicherheit eingesetzt werden kann, etwa bei der Drohnenabwehr oder der Personenüberprüfung.
Im Verteidigungsbereich will der Strategiekreis die strukturelle Transformation unterstützen und beschleunigen. Beschaffungsentscheidungen sollen sich am operativen Bedarf der Bundeswehr orientieren. Beschaffer und Anbieter innovativer Lösungen sollen zudem die Potenziale der Digitalisierung in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie voll ausschöpfen können.
An der Sitzung nahmen neben der Chefin des Bundeskanzleramts Vertreter des Wirtschafts-, Forschungs-, Digital-, Finanz- und Verteidigungsministeriums teil. Dem Strategiekreis gehören acht Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft an, darunter BioNTech-Mitgründerin Özlem Türeci, DeepL-Gründer Jarosław Kutyłowski, Fraunhofer-Präsident Holger Hanselka und BDI-Präsident Peter Leibinger.
Der Strategiekreis für Technologie und Innovation wird von einer Geschäftsstelle bei acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften – inhaltlich vorbereitet.