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„Ich forsche unter idealen Bedingungen“

Ignacio Cirac aus Spanien forscht am Max-Planck-Institut für Quantenoptik und ist Wolf-Preisträger 2013.

13.03.2013
© picture-alliance/dpa

Der Ruf an das Max-Planck-Institut für Quantenoptik, wo ich seit 2001 als Direktor die Abteilung Theorie leite, hat mein Leben verändert. Auf dem Campus in Garching, am Rande von München, bin ich von prominenten Wissenschaftlern umgeben, gewinne die besten Studierenden und Postdocs für unsere Projekte und kann mich ganz auf unsere Forschung konzen­trieren. Wir beschäftigen uns mit quantenmechanischen Vielteilchensystemen und entwickeln eine neue, auf den Gesetzen der Quantenmechanik beruhende Informationstheorie. Einige der Ideen, die mit dem Wolf-Preis 2013 ausgezeichnet werden, sind hier entstanden. Den Preis erhalte ich gemeinsam mit Peter Zoller, Universität Innsbruck, wir arbeiten intensiv zusammen. An Deutschland schätze ich den hohen Stellenwert, den die Forschung genießt. Ich komme aus Spanien und sehe in dieser Beziehung große Unterschiede. In Deutschland wird anerkannt, wie wichtig Grundlagenforschung ist. Weltweit kenne ich keine andere Forschungseinrichtung, die Wissenschaftlern so ideale Bedingungen ermöglicht wie die Max-Planck-Gesellschaft. In meiner Freizeit schaue ich meinem Sohn bei Fußball- oder Tennisspielen zu, kicke selbst mit Kollegen auf dem Campus oder fahre Ski. Die Alpen sind ganz nah.