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Menschen schwimmen über das Meer zu einem Felsen
Zehntausende Migranten sind von Marokko nach Ceuta gelangt. © picture alliance/Anadolu

Bundesregierung drängt auf Schutz der EU-Außengrenzen

Der Andrang von Migranten auf die Exklave Ceuta hat Spanien in den Krisenmodus versetzt. Kanzler Merz sieht die Entwicklung mit Sorge und drängt auf Gegenmaßnahmen.

01.08.2026

Berlin (dpa) - Wegen des Ansturms zehntausender Migranten auf die Exklave Ceuta hat Bundeskanzler Friedrich Merz die spanische Regierung aufgerufen, die Situation schnellstmöglich wieder in den Griff zu bekommen. „Der Schutz der Außengrenzen der Europäischen Union ist entscheidend für die Bekämpfung illegaler Migration“, betonte Merz. „Von Marokko erwarten wir, dass sie die illegalen Migranten unverzüglich wieder zurücknehmen“, ergänzte der Kanzler.

Außenminister Johann Wadephul teilte mit, dass er mit seinem spanischen Amtskollegen Albares und dem marokkanischen Außenminister Bourita in Kontakt sei. „Ich begrüße die Bereitschaft Marokkos, weiter eng mit Spanien zusammenzuarbeiten, um die Sicherheit der gemeinsamen Grenze zu gewährleisten und die Migranten aus Ceuta schnellstmöglich zurückzunehmen“ sagte Wadephul.

In den vergangenen Tagen waren mindestens 50.000 Migranten von Marokko aus irregulär in die spanische Nordafrika-Exklave gelangt. Offenbar sind die meisten inzwischen von Ceuta nach Marokko zurückgekehrt. Mindestens 57 Menschen waren beim Überqueren der Grenze übers Meer ums Leben gekommen. Heute wollen sich Experten der EU-Mitgliedstaaten in einer Krisensitzung über die Entwicklungen austauschen.