Bundesregierung schafft Fusionshubs
Kernfusion gilt als mögliche Energiequelle der Zukunft. Dafür ist noch viel Forschungsarbeit erforderlich – in drei neuen „Fusionshubs“.
Berlin (dpa/d.de) - Drei sogenannte Fusionshubs sollen Deutschland dem Ziel des weltweit ersten kommerziellen Kernfusionskraftwerks näherbringen. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär gab in Berlin den Startschuss für das ambitionierte Vorhaben. Die Hauptstandorte sind demnach Karlsruhe, das südhessische Biblis sowie Garching bei München, wo bereits der erste Forschungsreaktor zur Kernfusion gebaut wird. Auch Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg sind an den Hubs beteiligt.
„Fusion kann unsere Energieprobleme der Zukunft lösen“, sagte Bär. Deshalb sei es wichtig, „dass wir am Steuer sitzen und nicht nur Beifahrer sind“. Fusionsenergie entsteht, wenn Atomkerne unter sehr hoher Temperatur und hohem Druck miteinander verschmolzen werden. Theoretisch lassen sich damit klimaneutral große Energiemengen erzeugen. Weltweit wird daran geforscht, ob und wie das in einem Kraftwerk umgesetzt werden kann.
Das erste kommerzielle Kernfusionskraftwerk der Welt soll nach dem Willen der Bundesregierung in den 2040er Jahren in Deutschland seinen Betrieb aufnehmen. Deshalb fördert das Forschungsministerium die drei Hubs im Rahmen der Hightech Agenda in einer ersten Runde mit 125 Millionen Euro. Diese Summe soll durch die Bundesländer und private Investoren aufgestockt werden.