Bundeswehr bekommt Drohnenregiment
Unbemannte Waffensysteme: Verteidigungsminister Pistorius lässt ein eigenes Drohnenregiment mit bis zu 600 Männern und Frauen aufbauen.
Bergen (dpa/d.de) - Für den Kampf mit unbemannten Systemen stellt die Bundeswehr ein eigenes Drohnenregiment auf. Der Verband werde aus bis zu 600 Männern und Frauen bestehen und Reichweiten bis zu 500 Kilometer abdecken, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius auf dem niedersächsischen Truppenübungsplatz Bergen. „Wer sich zu Land durchsetzen will, der muss den Kampf mit unbemannten Systemen beherrschen“, so Pistorius.
Bei dem neuen Verband gehe es nicht nur um fliegende Systeme, sondern auch um unbemannte Landsysteme. Entscheidend sei, dass das Regiment über eine eigene Kompanie zum elektromagnetischen Kampf verfüge. Das Drohnenregiment soll auch mit Kamikazedrohnen („Loitering Munition“) ausgerüstet werden.
Der neue Verband soll dem Vernehmen nach Teil der 10. Panzerdivision werden, zu der auch die zum Schutz der Nato-Ostflanke in Litauen stationierte Panzerbrigade 45 gehört.
Neues System zu Drohnenerkennung
Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat unterdessen am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) ein System zur Drohnenerkennung in Betrieb genommen. Damit könnten Drohnen im An- und Abflugbereich frühzeitig entdeckt und die zuständigen Stellen über mögliche Gefährdungen für den Luftverkehr informiert werden, teilte das Bundesverkehrsministerium mit.
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