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Koch mit Pfanne
Über die Hälfte der Köchinnen und Köche in Deutschland hat ausländische Wurzeln. © iStock.com/standret

Einwanderer in vielen Berufen essenziell

Deutschland ist besonders in Branchen mit Fachkräftemangel auf Menschen mit Einwanderungsgeschichte angewiesen.

29.09.2026

Wiesbaden (d.de) - Ob in der Produktion und Fertigung, der Gastronomie, der Pflege oder im Personen- und Güterverkehr: Beschäftigte mit Einwanderungsgeschichte sind in vielen Bereichen der deutschen Wirtschaft unverzichtbar. Mehr als ein Viertel (27 Prozent) aller abhängig Beschäftigten im Jahr 2025 hat Wurzeln im Ausland. Das belegen Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) aus der Mikrozensus-Haushaltsbefragung für das Jahr 2025. Befragt werden rund 800.000 Personen in 400.000 privaten Haushalten und Gemeinschaftsunterkünften.

Besonders hoch ist der Anteil in Branchen mit Fachkräftemangel. Bei Köchinnen und Köchen liegt er bei 56 Prozent, in der Lebensmittelherstellung bei 55 Prozent, bei Fahrern von Bussen und Straßenbahnen sowie Servicekräften in der Gastronomie bei je 47 Prozent. Deutlich über dem Durchschnitt lag der Anteil auch in der Alten- und Krankenpflege (33 Prozent), bei Berufskraftfahrern im Güterverkehr (41 Prozent) und im Hotelservice (40 Prozent).

Erwartungsgemäß steigt die Erwerbstätigkeitsquote mit zunehmender Aufenthaltsdauer. Nach 20 bis 25 Jahren im Land waren etwa 87 Prozent der Männer und 79 Prozent der Frauen aus dem Nahen und Mittleren Osten erwerbstätig. In der Gesamtbevölkerung im Alter von 25 bis 59 Jahren lag die Erwerbstätigenquote bei Männern bei 88 Prozent und bei Frauen bei 81 Prozent.