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Umweltminister Carsten Schneider zur Weltklimakonferenz COP31 in Antalya
Umweltminister Carsten Schneider zur Weltklimakonferenz COP31 in Antalya © picture alliance/dpa | Katrin Luxenburger
COP31

Schneider wirbt für Elektrifizierung als Ausweg aus fossiler Abhängigkeit

Vor der COP31 in Antalya stellt Bundesumweltminister Carsten Schneider die deutschen Prioritäten vor. Im Zentrum stehen erneuerbare Energien, mehr Effizienz und eine globale Elektrifizierung.

06.11.2026

Berlin (d.de) - „Die gesamte Menschheit zahlt gerade einen extrem hohen Preis für ihre Abhängigkeit von fossilen Energieträgern“, sagte Bundesumweltminister Casten Schneider heute Vormittag bei einer Pressekonferenz zu den deutschen Prioritäten bei der COP31 in Antalya. Er sprach über die Prioritäten und Chancen der bevorstehenden UN-Weltklimakonferenz – und die Ziele Deutschlands.

Drei viertel der Menschheit lebt in Ländern ohne Zugang zu fossilen Energien, sie sind dadurch abhängig vom Import. „Diese Länder haben einen neuen Anreiz, etwas an ihrem Geschäftsmodell zu ändern“, so der Minister. Als Ausweg nannte er den Ausbau erneuerbarer Energien, eine Verdopplung der Energieeffizienz und eine zunehmende Elektrifizierung – eine zentrale Initiative des COP-Gastgeberlandes Türkei. Das Land möchte den Anteil der Elektrifizierung am globalen Endenergieverbrauch bis 2035 auf 35 Prozent steigern. Die deutsche Bundesregierung unterstützt dieses Ziel, berichtete Schneider auf der Pressekonferenz. „Wenn das weltweite Elektrifizierungsziel umgesetzt wird, sparen Importländer insgesamt 400 Milliarden Euro pro Jahr“, sagte Schneider.

Bei der Weltklimakonferenz möchte Deutschland auch ein starkes Signal an die weltweiten Märkte geben. „Moderne und effiziente elektrische Technologien gehören in die Zukunft“, so Schneider. Für ihn ist die COP31 deshalb nicht nur eine Klima-, sondern auch eine Wirtschaftskonferenz. „Macherinnen und Macher sind gefragt, Unternehmensgeist und Handwerkertum“, erklärte der Minister, um die Ziele der Staatengemeinschaft beim Klimaschutz umzusetzen.