Deutschland und Großbritannien bauen Rüstungskooperation aus
Deutschland und Großbritannien vertiefen ihre Rüstungskooperation: Neue Präzisionswaffen, Eurofighter-Flugkörper und ein Weltraumprojekt stehen im Fokus.
Deutschland und Großbritannien wollen ihre militärische Zusammenarbeit weiter vertiefen. Beim Treffen des deutsch-britischen Defence Ministerial Council in Berlin am 2. November 2026 kündigten Verteidigungsminister Boris Pistorius und sein britischer Amtskollege Wes Streeting den Ausbau der Kooperation bei Rüstungsprojekten an. Pistorius betonte: „Das deutsch-britische Verhältnis ist so gut wie nie zuvor. Wir sind in den vergangenen Jahren noch enger zusammengewachsen. Wir stehen Seite an Seite als Führungsnationen im Bündnis.“
Gemeinsam entwickeln beide Länder eine weitreichende Präzisionswaffe mit einer Reichweite von mehr als 2.000 Kilometern. Bei den Luftstreitkräften ist unter anderem die gemeinsame Beschaffung von Flugkörpern für den Eurofighter geplant. Neu beschlossen wurde ein Schlüsselprojekt im Weltraum, etwa zur Weltraumüberwachung und Erdbeobachtung und im Bereich künstliche Intelligenz für die militärische Anwendung.
Beim Kampfflugzeugprojekt GCAP, das Großbritannien gemeinsam mit Italien und Japan entwickelt, zeigt sich London offen für eine deutsche Beteiligung. Die Entscheidung treffen die drei Partner gemeinsam. Pistorius will in den kommenden zwei Wochen Gespräche mit Italien und Japan führen. Auch bei der Unterstützung der Ukraine arbeiten beide Länder eng zusammen. Am 17. November 2026 leiten Streeting und Pistorius erstmals gemeinsam die Ukraine-Kontaktgruppe.