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Eine Demonstration der Initiative „Gen Z regelt“ am 31. Oktober in Freiburg
Eine Demonstration der Initiative „Gen Z regelt“ am 31. Oktober in Freiburg © picture alliance/dpa | Philipp von Ditfurth

Nach Jugendprotesten: Gewalt überschattet die Anliegen junger Menschen

Nach friedlichen Demonstrationen junger Menschen am Wochenende schlägt die Stimmung teils in Gewalt um. Legitime Botschaften sollen die Krawalle aber nicht überdecken.

02.11.2026

Berlin (dpa/d.de) – Rund 120.000 Menschen sind am bundesweiten Protesttag von „Gen Z regelt“ am 31. Oktober in ganz Deutschland auf die Straße gegangen. Die Initiative fordert unter anderem mehr Geld für Schulen und Psychotherapie, ein bezahlbares Leben, eine gerechtere Lastenverteilung, ein Nein zur Wehrpflicht und konsequenten Klimaschutz.

„Wir haben friedlich demonstriert und möchten daran anknüpfen“, erklärte Emma Hübner, die Sprecherin von „Gen Z regelt“. Dass es danach zu Unruhen kam, sei sehr traurig, betonte Hübner. Nach friedlichen Demonstrationen hatte es am Samstagabend vor allem in Frankfurt am Main und Köln Ausschreitungen gegeben. Bundesbildungsministerin Karin Prien verurteilt die Krawalle nach Jugendprotesten in mehreren Städten, will wichtige inhaltliche Fragen aber ausdrücklich aufgreifen. Die Politikerin sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Dass Gewaltbereite an einigen Orten die Demonstrationen regelrecht gekapert haben, verstellt den Blick auf die eigentlichen Anliegen der jungen Generation.“ Dies bedauere sie besonders. Der überwiegende Teil sei friedlich auf die Straße gegangen. „Deren Stimmen höre ich, mit denen will ich tiefer ins Gespräch kommen.“

Prien betonte: „Die Anliegen der Jugendlichen sind berechtigt und überaus relevant.“ Damit genügend Geld für dringend benötigte Investitionen in Bildung und die künftige Generation bereitstehe, müssten Reformen bei Rente, Pflege und Gesundheit unbedingt umgesetzt werden. „Wir müssen Bildung dauerhaft zur gesamtgesellschaftlichen Priorität Nummer eins in unserem Land machen.“