Rekord bei deutschen Einhörnern
Der Boom um Künstliche Intelligenz und Rüstung treibt die Zahl der Milliarden-Startups in Deutschland auf einen Höchststand.
Berlin (dpa) - Die deutsche Gründerbranche bringt immer mehr Milliarden-Startups hervor – auch dank des Booms um Künstliche Intelligenz. Bis Ende September entstanden in Deutschland zehn neue Startups mit einer Firmenbewertung von mindestens einer Milliarde Euro, zeigt der „Deutsche Startup Monitor“. Das seien so viele neue Milliarden-Startups („Unicorns/Einhörner“) wie seit 2021 nicht, teilte der Startup Verband in Berlin mit. Damit steige die Gesamtzahl der Unicorns auf einen Rekordwert von 39.
Auch fließt so viel Geld in die Gründerbranche wie lange nicht. Mit rund acht Milliarden Euro haben deutsche Startups bis Ende September schon mehr Wagniskapital eingeworben als im gesamten Vorjahr mit etwa 7,5 Milliarden Euro, zeigt der Bericht. Hochgerechnet auf das laufende Jahr seien damit 12 Milliarden Euro möglich, das wären so viel wie seit dem Boomjahr 2021 nicht mehr. Zudem wurden fast 3.000 Neugründungen verzeichnet.
Zu den Einhörnern gehören Größen wie der Online-Broker Trade Republic, die Smartphonebank N26 und die Softwarefirma Personio. Neu dazugekommen sind dieses Jahr unter anderem die Softwarefirma Osapiens, Neura Robotics und die Rüstungsfirma Stark Defense.