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Eine Patriot-Flugabwehrrakete der Bundeswehr startet aus einem Launcher bei der Militärübung „Spartan Arrow 2026“ auf Kreta.
Eine Patriot-Flugabwehrrakete startet bei der Militärübung „Spartan Arrow 2026“ auf Kreta. © picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
Verteidigung

Deutsche Luftverteidigung nimmt „Meilensteine“

Die Lage der Ukraine zeigt, wie wichtig die Fähigkeit zur Verteidigung gegen Angriffe mit Raketen und Drohnen ist. Auf Kreta wird deutlich, wie stark die deutsche Luftverteidigung ist.

15.10.2026

Chania (dpa) – Verteidigungsminister Boris Pistorius sieht den gemeinsamen Ausbau der Nato-Luftverteidigung als zentralen Schritt zur Stärkung der Verteidigungsbereitschaft. Die Notwendigkeit dazu zeige der Krieg Russlands gegen die Ukraine, sagte der Politiker beim Besuch der Militärübung Spartan Arrow 2026 auf Kreta, wo deutsche und schwedische Soldaten die Flugabwehr im scharfen Schuss übten.

Deutsche und schwedische Soldaten trainierten auf dem griechischen Nato-Raketenschießplatz NAMFI („Nato Missile Firing Installation“) den Einsatz ihrer bodengebundenen Luftverteidigungssysteme. Dabei werden Luftziele wie Drohnen und ballistische Raketen bekämpft.

Ein scharfer Schuss mit den teuren Lenkflugkörpern ist ein seltenes Ereignis. Militärisch sind sie ein knappes Gut, zudem sind dafür Beschränkungen im Luftraum und im Seegebiet nötig. Der Raketenschießplatz ist die einzige Einrichtung dieser Art im europäischen Nato-Gebiet.

Die Bundeswehrsoldaten feuerten dort auch erstmals mit ihrem neuen Waffensystem Iris-T SLM, das sich in der Ukraine bewährt hat. „Unsere neuen Systeme haben eine Hit-to-Kill-Fähigkeit. Das bedeutet, sie haben keinen Annäherungszünder und explodieren in der Nähe des gegnerischen Flugkörpers, sondern sie treffen genau den Gefechtskopf der Rakete: Hit-to-Kill. Das ist schon Hightech“, so der Luftwaffeninspekteur Holger Neumann.

Das Verteidigungsministerium hat zudem das israelische Luftverteidigungssystem Arrow beschafft. Es soll feindliche Raketen in einer Höhe bis über 100 Kilometern zerstören können, eine Fähigkeit, die es in der Bundeswehr zuvor nicht gab.