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Muhammad bin Zayid Al Nahyan und Friedrich Merz
Muhammad bin Zayid Al Nahyan und Friedrich Merz © picture alliance / dts-Agentur
Politik

Emirate wollen 40 Milliarden Euro in Deutschland investieren

Erstmals kommt ein Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate zum Staatsbesuch nach Deutschland. Beide Staaten wollen enger zusammenrücken – und kräftig investieren.

11.09.2026

Berlin (dpa) – Deutschland und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wollen ihre vor mehr als zwei Jahrzehnten gegründete strategische Partnerschaft neu beleben. Das vereinbarten Bundeskanzler Friedrich Merz und der Staatspräsident der Emirate, Mohammed bin Sajid in Berlin. 

Angestrebt sei eine vertiefte Zusammenarbeit in Bereichen wie der internationalen und regionalen Sicherheit, Verteidigung, Handel und Investitionen, Energie und Klima, neue Technologien, Digitalisierung, Wirtschaft, Verkehr, Umwelt, Kultur und Bildung, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. 

Hohe Investitionen

Die Emirate kündigten an, weitere 40 Milliarden Euro in Deutschland zu investieren. Damit wird die bisherige Investitionssumme des Golfstaates in die deutsche Wirtschaft von rund 34 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Während des Besuches wurden den Angaben zufolge zudem 29 Geschäftsabschlüsse zwischen deutschen und emiratischen Unternehmen mit einem Volumen von fast 9,4 Milliarden Euro unterzeichnet.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte den Gast aus dem Golfstaat mit militärischen Ehren begrüßt. Es ist der erste Staatsbesuch eines Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate in Deutschland überhaupt.

Menschenrechtsorganisationen kritisierten die Annäherung an die VAE. In Berlin fand zudem eine Protestkundgebung gegen die Zusammenarbeit mit den Emiraten und deren Rolle im Sudan statt.