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Die „No Hate Speech“-Kampagne

Die Kampagne „No Hate Speech“ des Europarats unterstützt Menschen, die im Internet gegen Hass und Diskriminierung vorgehen.

09.12.2016
© eeagrants.org - No Hate Speech

„Hass ist keine Meinung. Auch nicht im Internet“: Das vom Europarat ins Leben gerufene „No Hate Speech Movement“ unterstützt Nutzer, die im Internet oder in den Sozialen Medien gegen Hass und Diskriminierung vorgehen und sich offensiv gegen Hetze positionieren. Im Juni 2016 hatte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig die Kampagne in Deutschland gestartet. Sie wird von den „Neuen Deutschen Medienmachern“ koordiniert und umgesetzt. Eine extra dafür kreierte Website www.no-hate-speech.de erklärt, wie Nutzer sich einbringen können und warum die Kampagne wichtig ist. Sie gibt zudem Tipps und Anregungen, wie Nutzer auf Hass-Posts reagieren können.

Menschen als Zielscheibe

„Hate Speech ist, wenn man Worte und Bilder als Waffe einsetzt“, heißt es auf der Website. Ebenso wenn Menschen „abgewertet“ oder „angegriffen“ würden. „Oft sind es rassistische, antisemitische oder sexistische Kommentare, die bestimmte Menschen oder Gruppen als Zielscheibe haben.“ Ein Merkmal der Kampagne ist, dass Nutzer sich für andere Nutzer stark machen.

Die Initiatoren der Kampagne weisen darauf hin, dass jeder Mensch ein Recht darauf hat, nicht diskriminiert zu werden. „Niemand muss Hassreden akzeptieren oder aushalten.“ Das Recht auf freie Meinungsäußerung sei kein Freibrief, andere zu beleidigen, gegen Minderheiten zu hetzen oder zu Hass und Gewalt aufzurufen.

Mit der sogenannten Counter Speech (Gegenrede) können User wichtige Signale senden und mit ihrer Tastatur und ihren Gedanken ein Gegengewicht zu Hass und Hetze im Netz setzen. Sie zeigen damit Betroffenen, dass sie nicht allein sind. Indem sie eine andere Perspektive auf einen Kontext bieten, ermöglichen sie eine differenziertere Auseinandersetzung der Nutzer mit dem Thema und verhindern, dass nur Hasskommentare gelesen werden.

Wer sich an der „No Hate Speech“-Kampagne beteiligen möchte, findet alle Informationen auf der Website www.no-hate-speech.de.

© www.deutschland.de