Zum Hauptinhalt springen

Sprachauswahl

Darstellung und Barrierefreiheit

Dark-Modus
Text vergrößern
deutschland.de in Gebärdensprache
Ostsee
© Photo: Symbiont/iStock | Video: gpijus/envato

Bundesregierung treibt Meeresschutz voran

Bundesumweltminister Carsten Schneider hat Eckpunkte für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Meere vorgestellt. Dazu zählen Maßnahmen gegen sogenannte Geisternetze. 

12.07.2026

Berlin (d.de) - Bundesumweltminister Carsten Schneider hat Eckpunkte für einen „Aktionsplan Meer“ vorgestellt, der Maßnahmen zum Schutz von Nord- und Ostsee bündeln soll. 

Geplant sind unter anderem Projekte gegen sogenannte Geisternetze, in denen sich Fische, Wale und Vögel verfangen können. Verlorene Fanggeräte sollen leichter identifiziert und geborgen, Sammel- und Entsorgungsstrukturen in Häfen verbessert werden. Auch ein Modellprojekt für meeresfreundliche Landwirtschaft ist vorgesehen, um den Eintrag von Stickstoff und Phosphor in die Ostsee zu verringern und so dem dortigen Sauerstoffmangel entgegenzuwirken. 

„Unseren Meeren geht es nicht gut. Aber die Natur kann sich erholen, wenn wir die nötigen Rückzugsräume schaffen“, sagte Schneider.  

Meeresschutzgebiete sollen als Rückzugsräume für bedrohte Arten gestärkt und Projekte zum Erhalt von Seegraswiesen, Salzmarschen und Algenwäldern gefördert werden. Diese Ökosysteme können zugleich CO₂ binden und so zum natürlichen Klimaschutz beitragen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bergung von Altmunition aus Nord- und Ostsee. 

Der Aktionsplan soll in den kommenden Monaten gemeinsam mit anderen Ministerien sowie Vertretern aus Landwirtschaft, Fischerei, Küstenländern, Tourismus und Verbänden im Detail ausgearbeitet werden.