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Deutsche und polnische Soldaten stehen in Reihe nebeneinander
Deutsche und polnische Soldaten bei einer gemeinsamen Übung in Deutschland. © Bundeswehr/Marco Dorow

Bundeswehr unterstützt Polen beim Schutz der NATO-Ostgrenze

Rund 40 Bundeswehrsoldaten helfen Polen beim Ausbau der NATO-Ostgrenze. Der Einsatz nahe Kaliningrad soll auch der Abschreckung dienen.

21.08.2026

Budry (dpa) – Deutsche und polnische Soldaten sichern gemeinsam die polnische Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad. Rund 40 Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten sind seit Juli im Nordosten Polens im Einsatz. Gemeinsam mit der polnischen Armee haben sie einen Panzerabwehrgraben angelegt und Panzersperren errichtet. Der Einsatz ist bis Ende Oktober geplant.

Die Anlagen sollen mögliche militärische Vorstöße erschweren und der Abschreckung dienen. „Sollen sie uns sehen - dann wissen sie gleich, mit wem sie es zu tun haben“, sagte Generalmajor Tilo Maedler mit Blick auf Russland.

Die Arbeiten sind Teil des polnischen Projekts „Schutzschild Ost“. Bis Ende 2026 will Polen rund 250 Kilometer seiner östlichen und nördlichen Grenze zusätzlich sichern. Geplant sind Befestigungen und elektronische Überwachungssysteme. Die EU beteiligt sich über ihr Verteidigungsprogramm SAFE an der Finanzierung.

Polen grenzt auf 232 Kilometern an Kaliningrad und auf 418 Kilometern an Belarus, einen engen Verbündeten Russlands. In Kaliningrad sind unter anderem atomwaffenfähige Kurzstreckenraketen vom Typ Iskander stationiert.

Der gemeinsame Einsatz gilt auch als Zeichen der Bündnissolidarität. „Wir sind hier, um Bündnisgebiet zu verteidigen“, sagte der deutsche Major Martin. Deutschland hat sein militärisches Engagement an der NATO-Ostflanke seit dem russischen Angriff auf die Ukraine ausgebaut.