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Ein Mädchen in karger Landschaft
Die Menschen in Jemen leiden schon heute unter extremem Hunger. Ihre Situation könnte sich weiter verschärfen. © picture alliance / imageBROKER | mohammad bashir aldaher

WFP warnt: Konflikt im Roten Meer treibt Hungerkrise an

Der Vormarsch der Huthi-Miliz in Jemen verschärft die Versorgungskrise, warnt der Deutschland-Direktor des UN-Welternährungsprogramms. 

12.09.2026

Berlin (dpa) – Das UN-Welternährungsprogramm (WFP) fürchtet, dass der sich verschärfende Konflikt im Roten Meer noch mehr Menschen in den Hunger treibt. „Die Welt schaut auf die Straße von Hormus“, sagte der WFP-Direktor für Deutschland, Österreich und Liechtenstein, Martin Frick, der Deutschen Presse-Agentur. „Doch die aktuelle Eskalation rund um die Meerenge von Bab al-Mandab könnte die globalen Handels- und Versorgungslinien für Lebensmittel noch mehr strangulieren.“  

Vormarsch der Huthi Miliz 

Am Donnerstag war der Konflikt in Jemen mit dem Vormarsch der mit Teheran verbündeten Huthi-Miliz weiter eskaliert. Die islamistischen Rebellen hatten eine wichtige Hafenstadt im Westen Jemens eingenommen und sich damit in eine günstigere Position gebracht, die Meerenge Bab al-Mandab am südlichen Ende des Roten Meeres zu kontrollieren. Inzwischen haben sie laut jemenitischen Regierungsquellen auch eine strategisch gelegene Insel in der Meerenge erobert. 

2025 trug Deutschland 570 Millionen US-Dollar zum Budget des WFP bei und war damit der drittgrößte Geber.