Wadephul: „Genug ist genug“
Im Schwarzen Meer, dem Persischen Golf und dem Roten Meer leidet der Warenverkehr unter Konflikten. Eine Staatengruppe mit deutscher Beteiligung sucht nach Lösungen.
Istanbul (dpa/d.de) - Eine Gruppe von Deutschland und sieben weiteren Staaten will sich nach den Worten von Außenminister Johann Wadephul gemeinsam für Lösungen im Iran-Konflikt und für freie Schifffahrt im Schwarzen Meer einsetzen. „Wir sprechen hier mit einer Stimme, wenn wir sagen: Genug ist genug“, sagte Wadephl in Istanbul.
Neben Wadephul sowie dem türkischen Außenminister Hakan Fidan als Gastgeber kamen in Istanbul Außenminister aus Frankreich, Großbritannien, Italien, Ägypten, Pakistan und Saudi-Arabien zusammen. Man habe sich entschlossen, alle diplomatischen Möglichkeiten zu nutzen und mit allen zu reden, die direkt oder indirekt betroffen seien, sagte Wadephul.
Wadephul beklagte, Iran und die proiranische Huthi-Miliz erpressten die Weltwirtschaft mit ihren Angriffen auf die internationale Schifffahrt. „Sie sind verantwortlich für die Destabilisierung des Mittleren Ostens, für humanitäre Krisen im Jemen und für Ernährungskrisen im Globalen Süden.“ Die für den internationalen Schiffsverkehr wichtigen Meerengen Straße von Hormus und Bab al-Mandab sind durch die Konflikte in der Region zu Nadelöhren geworden.
Zum Schwarzen Meer, wo sowohl Russland als auch die Ukraine Schiffe angreifen, sagte Wadephul: „Wir sind übereingekommen, dass wir gemeinsam alles unternehmen wollen, dass sowohl russisches Getreide als auch ukrainisches Getreide exportiert werden kann.“ Er appellierte an Russland, eine entsprechende Vereinbarung zu treffen.
Wadephul kündigte an, dass das nächste Treffen der Staatengruppe in Deutschland stattfinden werde.