Wenn alle mitspielen
Deutschland engagiert sich für mehr Inklusion im Sport, auch über die eigenen Grenzen hinaus. Dabei stehen Teilhabe, Begegnung und gemeinsamer Sport im Mittelpunkt.
Das war eine starke Leistung: Im Juni 2026 fanden die nationalen Special Olympics im deutschen Bundesland Saarland statt und setzten neue Maßstäbe. An den Wettbewerben für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung nahmen mehr als 4.000 Athletinnen und Athleten teil. Zwölf internationale Delegationen waren angereist, so viele wie nie zuvor bei Nationalen Special Olympics in Deutschland. Ein grenzübergreifender Wettbewerb führte zudem ins benachbarte Frankreich. Mehr als 110.000 Besucherinnen und Besucher erlebten die Events. Christiane Krajewski, Präsidentin von Special Olympics Deutschland: „Genau darum geht es uns: Special Olympics in Deutschland nachhaltig zu stärken und Menschen mit geistiger Beeinträchtigung die Sichtbarkeit zu geben, die sie verdienen.“
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Einverständniserklärung öffnenInklusion zählt zu den zentralen Zielen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), der betont: „Inklusion ist für uns der Anspruch, die selbstbestimmte, gleichberechtigte und gleichwertige Teilnahme und Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderungen im und durch Sport zu ermöglichen.“ Dafür setzt sich der DOSB auch international ein. Seit 2023 arbeitet er zum Beispiel mit dem international vernetzten Special-Olympics-Verband und den Nationalen Olympischen Komitees der Partnerländer an Inklusionsprojekten in Uganda, Kenia, Tansania, Burundi, Namibia und Simbabwe. Ziel ist es, Menschen mit und ohne Behinderung durch den Sport zusammenzubringen und inklusive Bewegungs- und Sportangebote vor Ort aufzubauen. Ganz wesentlich dabei: die Ausbildung von Trainerinnen und Trainern. Insgesamt wurden bereits rund 650 von ihnen darin geschult, inklusive Sportangebote anzubieten. Menschen mit und ohne geistige Behinderung trainieren und spielen gemeinsam in einem Team.
Stärkung des sozialen Zusammenhalts
Wie weit der internationale Ansatz des DOSB geht, zeigt zudem ein vor Kurzem abgeschlossenes Projekt mit 28 lokalen und internationalen Partnern in Uganda. „Athletics for Development“ schuf über die Grundbewegungsformen Laufen, Springen und Werfen sowie sportpädagogische Spielformen ein Bewusstsein für gesundheitliche und gesellschaftliche Themen. Dabei stand nicht nur die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung und die Förderung der ländlichen Jugend im Fokus, sondern auch die Stärkung des sozialen Zusammenhalts innerhalb der lokalen Gemeinden.