„Entdecke DE“: Insel-Flair auf Föhr

Mit der Serie „Entdecke DE“ geht es auf eine Reise quer durch Deutschland. Diesmal erobern wir die Nordsee-Insel Föhr.

picture-alliance/TSI - Insel Föhr, Wattenmeer

Gelber Sandtrand soweit das Auge reich. Davor schwappt türkisfarbenes Wasser seicht ans Ufer wie in einer Lagune. Nein, wir sind nicht auf den Antillen, sondern auf der Nordsee-Insel Föhr, die den Beinamen „friesische Karibik“ trägt. Noch weitläufiger werden Strände und Horizont, wenn Ebbe im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer herrscht. Dann zieht sich das Meer für gut sechs Stunden zurück und Urlauber können mit einem erfahrenen Wattführer zum Barfuß-Inselhopping aufbrechen und vom Deich in Groß-Dunsum rüber auf die Nachbarinsel Amrum laufen. Und wieder zurück.

Unter den nordfriesischen Inseln gilt Föhr als Familieninsel. Während sich auf der nördlichen Nachbarinsel Sylt die Prominenz zum Champagner trifft, stehen auf der acht mal zwölf Kilometer großen grünen Insel Föhr Ausfüge mit dem Krabbenkutter, Fahrradtouren oder ein Gang durchs Maislabyrinth im Vordergrund. Man kann aber auch einfach aufs Wasser blicken, die Kraft der Gezeiten spüren, den Kopf freibekommen. Ausgiebig lassen sich im hellen Sand Muscheln suchen, die die Flut angespült hat. In den Strandkörben machen es sich Eltern bequem. Die Kinder spielen im feinen Sand, bauen Burgen oder planschen im flachen Gewässer.

Karibische Zustände herrschen hier jedoch nicht nur wegen der Traumstrände, sondern auch wegen des vom Golfstrom begünstigen milden und warmen Seeklimas. Sowohl Urlauber als auch die 8600 Einwohner wissen das zu schätzen. Die Hälfte der Insulaner wohnt im Städtchen Wyk. Eng aneinander gebaute Friesenhäuser prägen das Gesicht des Hauptortes und der elf Inseldörfer. Auf einer Inseltour stoßen Besucher auch auf mittelalterliche Kirchen, Friedhöfe der alten Walfänger, in die Jahre gekommene Windmühlen und Überreste eines Ringwalls aus der Wikingerzeit. Dazwischen wird immer mal wieder eine Rast eingelegt - mit Blick auf die satten Wiesen und sanften Deiche. Erholung in Gelb, Grün und Blau.

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