Fünf neue Fakten zur Energiewende

Was bei der Umstellung auf Erneuerbare Energien gut läuft und wo es noch hakt.

Energiewende: Installation einer Windkraftanlage.
Energiewende: Installation einer Windkraftanlage. dpa

Deutschland. Der Thinktank Agora Energiewende hat in einer Studie neue Fakten vorgelegt, die ihr kennen solltet:

1. Grüner Strom ist Spitze

Im Jahr 2017 wurden in Deutschland 36,1 Prozent des Stroms aus Erneuerbaren Energien gewonnen. Das sind 3,8 Prozentpunkte mehr als 2016. Einen stärkeren Zuwachs gab es bisher noch nie.

2. Windkraft kommt vor Atomstrom

Zu dem starken Anstieg der Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien hat vor allem die Windkraft beigetragen. Sie liegt jetzt erstmals vor Atomstrom und Strom aus Steinkohle.

3. Weniger konventionelle Energien genutzt

Durch Stilllegung von Kraftwerken fiel der Anteil von Steinkohle und Atomkraft am Energieverbrauch auf das niedrigste Niveau seit 1990.

4. Mehr Energie verbraucht

Wegen des Wirtschafts- und Bevölkerungswachstums stiegen der Verbrauch von Primärenergie und Strom um jeweils 0,8 Prozent.

5. Emissionen bleiben konstant

Zwar sanken die Emissionen im Stromsektor, dafür stiegen sie im Verkehr, in der Industrie und bei Gebäuden. So blieben die gesamten Treibhausgasemissionen 27,6 Prozent unter dem Wert von 1990. Setzen sich die Trends niedrige Ölpreise und höheres Wachstum fort, wird Deutschland bis 2020 seine Emissionen allerdings nur um 30 Prozent statt wie geplant um 40 Prozent senken können.

Agora-Studie „Die Energiewende im Stromsektor: Stand der Dinge 2017

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