Deutsche Hitzerekorde

Das stellt der Supersommer mit Deutschland an: vom frühen Wein bis zur Kuh-Dusche.

Hitzewelle in Deutschland: Rekorde und Kuriositäten
dpa

Tropische Nächte und sengende Hitze bringen Deutschland ins Schwitzen. So warm wie jetzt war es noch nie – oder etwa doch? Während Deutschland von der Hitzewelle getroffen wird, werfen wir einen Blick auf die bisherigen Rekorde. Die Spitzenposition belegt Kitzingen. Dort war es im Sommer 2015 an einem Tag 40,3 Grad heiß. Mit diesem Messwert taucht das Städtchen in Franken sogar in internationalen Top-Listen auf. Aber Deutschlands Hitzerekord kommt nicht an die höchste Messung in Kalifornien heran: Mit 56,7 Grad macht das Death Valley seinem Namen alle Ehre und hält seit 1913 den Hitzeweltrekord.

Die bisher höchsten Temperaturen an deutschen Orten
 

  • Berlin 37,8 °C (1959)
  • Frankfurt am Main 38,7 °C (2003)
  • Hamburg 37,3 °C (1992)
  • Kitzingen 40,3 (2015)
  • Köln 38,8°C (2003)
  • München 37,1 °C (2003)
  • Stuttgart 37,7 °C (2003)
  • Zugspitze 17,9 °C (1957)

Gut zu erkennen: Während der Hitzewelle 2003 wurden bereits einige lokale Rekorde aufgestellt. 2018 könnte es noch heißer werden. Experten sagen, dass die Sommer in Deutschland immer extremere Züge annehmen. Eine ungewöhnliche Hitzewelle wie die aktuelle könnte also in 30 Jahren völlig normal sein.

Das macht die Hitzewelle 2018 mit Deutschland

Die Sonne schiebt Überstunden und die Menschen in Deutschland freuen sich über jede Abkühlung. So hat die Hamburger Polizei kurzerhand ihre Wasserwerfer umfunktioniert, um die Pflanzen im Stadtpark vor dem Vertrocknen zu retten – und gleichzeitig einige Parkbesucher zu erfrischen. Auch Kühe lieben Abkühlung. Daher hat Milchbauer Helmut Evers aus Niedersachsen für seine Schützlinge eine Kuh-Dusche entworfen:

Schon verrückt, was der Sommer mit Deutschland anstellt. In Hannover musste der Flughafen zeitweise gesperrt werden, denn die Hitze ließ die einzige Startbahn bersten. Nach einer nächtlichen Reparatur konnten die Flieger wieder starten.

Dürre Ähren, üppige Trauben

Auch in der Landwirtschaft läuft es alles andere als normal: Während die Ernte bei Getreidebauern wegen der Dürre schlecht ausfällt, freuen sich die Weinbauern: Für sie kommt die Traubenlese jetzt so früh wie nie zuvor und verspricht einen Rekordjahrgang. Ganze drei Wochen vor dem gewohnten Termin lässt sich der deutsche Federweißer bald genießen und macht damit den italienischen Weinen ordentlich Konkurrenz.

© www.deutschland.de