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Reizvolle Rückkehr

Gerrit Rößler, Leiter der GAIN-Initiative, über das Interesse am Forschungsstandort Deutschland.

Herr Dr. Rößler, beobachtet das „German Academic International Network“ (GAIN) in Nordamerika einen Rückkehrer-Trend?

Ja, Deutschland wird verstärkt zum direkten Ziel für junge Spitzenforscher. Das hängt auch damit zusammen, dass in den USA und in Kanada die viel diskutierten Tenure-Track-Stellen über die letzten Jahre stark zurückgefahren und durch befristete Stellen ersetzt wurden. Viele hoffen, dass sie in Deutschland eher eine stabile Karriere aufbauen können.

Was bietet Deutschland?

In Deutschland gibt es einen breiten politischen Willen, sich um hochqualifizierte Wissenschaftler zu bemühen. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung liegen bei rund drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts – das ist keine Selbstverständlichkeit. Und auch abseits der Exzellenzuniversitäten betreiben viele kleinere Hochschulen Spitzenforschung.

Gibt es ein neues Bild von Deutschland?

Das deutsche Wissenschaftssystem galt lange als zu statisch und hierarchisch, der Weg zur Professur als zu schwierig. Mit den Veranstaltungen und Informationsangeboten von GAIN bauen wir solche Vorurteile ab, zeigen aber auch, dass es in Deutschland hervorragende Perspektiven für Forscher in der Wirtschaft gibt. ▪

www.gain-network.org

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