Maas: Truppenabzug aus Libyen

Bundesaußenminister Heiko Maas rechnet mit einem baldigen Beginn des Rückzugs ausländischer Kämpfer aus Libyen. Die Bundesregierung hatte vermittelt.

Truppenabzug aus Libyen?
dpa

New York (dpa) - Bundesaußenminister Heiko Maas rechnet in den nächsten Wochen mit einem Beginn des Rückzugs ausländischer Kämpfer aus Libyen. Den Anfang sollten syrische Söldner machen, die von beiden Konfliktparteien eingesetzt würden, sagte Maas am Donnerstag in New York. «Das wäre der erste Schritt zu einem großangelegten Rückzug ausländischer Kräfte aus Libyen. Ohne diese Kräfte kann der Bürgerkrieg auch nicht mehr aufflammen.» In einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats rief Maas die 15 Mitgliedstaaten dazu auf, einen Truppenabzug «ohne jegliche Verzögerung» zu unterstützen.
Deutschland hat in dem seit einem Jahrzehnt andauernden Konflikt eine Vermittlerrolle übernommen. Vor drei Wochen hatten sich hochrangige Vertreter aus 16 Ländern bei einer Konferenz in Berlin darauf verständigt, dass ausländische Kämpfer aus Libyen abgezogen werden sollen. Unter den Teilnehmern waren die wichtigsten Akteure in Libyen wie Russland, die Türkei, Ägypten oder die Vereinigten Arabischen Emirate. Maas sagte, die Beteiligten hätten die Bereitschaft erklärt, in einem ersten Schritt die syrischen Söldner abzuziehen. Er gehe davon aus, «dass das, was in Aussicht gestellt wurde, (...) in den kommenden Wochen umgesetzt wird». 

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