Globale Verantwortung

Gesundheit, Frauen, Lieferketten – Schwerpunkte der deutschen G20-Präsidentschaft

Ärztin verarztet Kind
Gesundheitswesen: Ein Schwerpunkt der deutschen G20-Präsidentschaft Getty Images/E+

Die G20 ist in der Verantwortung, die drängenden Risiken unserer Zeit anzugehen. Diese Risiken stellen Gesellschaften weltweit vor große Herausforderungen und haben weitreichende Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung. Zu ihnen gehören geopolitische Konflikte, Terrorismus, Migration und Flucht, Armut und Hunger sowie Klimawandel und Epidemien. Gleichzeitig muss die G20 dafür eintreten, Krisen durch vorausschauende Zusammenarbeit zu vermeiden. Die Notwendigkeit für internationale Zusammenarbeit mit dem Ziel, die wachsende globale Vernetzung zum Nutzen aller zu gestalten, war nie größer.

Deutschland führt im Rahmen seines G20-Vorsitzes den Austausch in den etablierten Themenbereichen fort: Mit Blick auf die Lage der Weltwirtschaft sollen einzelne Volkswirtschaften künftig besser gewappnet sein gegen Krisen. Darüber hinaus führt Deutschland die Kooperation zu internationalen Finanz- und Steuerfragen, Beschäftigung sowie Handel und Investitionen fort.

Die deutsche G20-Präsidentschaft knüpft an die Ergebnisse vorheriger Präsidentschaften an. Auch die Beschlüsse des G7-Gipfels 2015 auf Schloss Elmau spielen eine wichtige Rolle, zum Beispiel die Initiativen für nachhaltige globale Lieferketten, Zugang zu erneuerbaren Energien in Afrika, eine bessere internationale Vorbereitung auf Gesundheitskrisen und den weltweiten Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen.

Deutschland setzt sich zudem dafür ein, dass die G20 zur Verwirklichung der Agenda 2030 und des Pariser Klimaabkommens beitragen. Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung stehen ebenso auf der Agenda wie nachhaltige Klimakonzepte und die Lebenssituation von Frauen.

Beim Gipfel in Hamburg befassen sich die G20 auch mit der Prävention und den wirtschaftlichen Folgen von Flucht und Vertreibung und setzen ihr Engagement gegen Terror, Geldwäsche und Korruption fort. Die Bundeskanzlerin möchte, unter anderem gemeinsam mit afrikanischen Partnern, Ansätze für den nachhaltigen wirtschaftlichen Fortschritt Afrikas weiterentwickeln. Themen sind auch Ernährungssicherung, Landwirtschaft und Wasser.