Friedliche Proteste in Deutschland
Nach dem Tod von Irans oberstem Führer Ali Chamenei gehen Tausende in deutschen Städten für einen Machtwechsel in Teheran auf die Straße.
Hamburg/Berlin/München (dpa) – Nach dem Tod von Irans oberstem Führer Ali Chamenei haben in mehreren deutschen Großstädten Tausende Menschen für einen politischen Machtwechsel in Teheran demonstriert. Die Kundgebungen verliefen nach Angaben der Polizei friedlich.
Kundgebungen gab es unter anderem in Hamburg, Berlin und München. Die größte Demonstration fand in Hamburg statt, wo nach Polizeiangaben rund 5.500 Menschen durch die Innenstadt zogen. In Berlin beteiligten sich 1.800 Menschen. Fernsehbilder und Berichte mehrerer Medien zeigten bei den Demonstrationen Musik, Tanz und Sprechchöre.
Am Samstagmorgen hatten Israel und die USA koordinierte Raketenangriffe auf Ziele im Iran gestartet. Die israelische Armee teilte anschließend mit, Chamenei sei bei den Angriffen getötet worden. Teheran griff im Gegenzug mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion an.
Die Reaktionen innerhalb der iranischen Diaspora in Deutschland fallen unterschiedlich aus. Während einige die militärischen Angriffe als Chance für einen politischen Umbruch sehen, warnen andere vor weiterer Eskalation und den Folgen für die Zivilbevölkerung.
Chamenei führte die Islamische Republik seit 1989 als oberster religiöser und politischer Entscheidungsträger. In den vergangenen Monaten gingen Sicherheitskräfte im Iran wiederholt gewaltsam gegen regierungskritische Demonstrationen vor, dabei wurden nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen auch zahlreiche Menschen getötet.
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