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EU-Mercosur-Abkommen vorläufig in Kraft

Unternehmen in Deutschland und anderen EU-Staaten werden in Kürze die Vorteile des Freihandelsabkommen nutzen können.

28.02.2026
Ein blauer Containerstapler hebt einen gelben Frachtcontainer vor hohen Stapeln aus bunten Schiffscontainern im Hafen.
Meilenstein in der europäischen Handelspolitik: das EU-Mercosur-Abkommen © picture alliance/imageBROKER

Brüssel (dpa) - Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und südamerikanischen Mercosur-Staaten wird trotz einer noch ausstehenden Überprüfung durch den Gerichtshof der Europäischen Union in Kürze angewendet. Das kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel an. Zuvor hatten am Donnerstag die beiden Mercosur-Staaten Uruguay und Argentinien das Abkommen ratifiziert und damit den Weg für diesen Schritt geebnet. Das Mercosur-Abkommen schaffe einen Markt mit 720 Millionen Menschen und senke Zölle in Milliardenhöhe, sagte von der Leyen. Für Unternehmen öffneten sich Märkte in einer Größenordnung, von denen sie zuvor nur hätten träumen können.

Die Bundesregierung hat die Ankündigung begrüßt und wirbt weiter dafür, das Abkommen vorläufig anzuwenden. Denn so könne die Wirtschaft auf beiden Seiten früher davon profitieren. Die Einigung zum EU-Mercosur-Abkommen sei ein Meilenstein in der europäischen Handelspolitik und ein wichtiges Signal ihrer strategischen Souveränität und Handlungsfähigkeit. Das Abkommen stärke die europäische und deutsche Wirtschaft und die Handelsbeziehungen mit ihren Partnern in Südamerika.