Premiere für Ai Weiwei

Der chinesische Künstler bringt seinen Dokumentarfilm „Human Flow“ über die weltweite Flüchtlingskrise in die deutschen Kinos.

Ai Weiwei
dpa

Deutschland. Das Bild muss ihn beschäftigt haben. Vor wenigen Jahren sah Ai Weiwei während eines Urlaubs auf der griechischen Insel Lesbos ein Flüchtlingsboot stranden. Aus dem Erlebnis entstand eine 140-minütige Dokumentation mit einem Dutzend Teams in 23 Ländern über die weltweite Flüchtlingskrise. Vom Irak, wo vier Millionen Menschen auf der Flucht sind, führt die Reise nach  Lesbos, wo viele afrikanische Flüchtlinge untergekommen sind, oder nach Bangladesch, wohin knapp 250.000 Angehörige der muslimischen Minderheit Rohingya geflüchtet sind. Premiere hatte der Film „Human Flow“ („Menschlicher Fluss“) auf dem Filmfest Venedig, jetzt kommt er in die deutschen Kinos.

Wenn nur ein Zuschauer wegen des Films seine Haltung ändert, dann hat sich der Film gelohnt.

Ai Weiwei

„Verboten schön, die Hölle des 21. Jahrhunderts“ schreibt die Wochenzeitung „Die Zeit“. „Der Film wird getragen von Humanität, Menschlichkeit und Mitgefühl“, sagte Außenminister Sigmar Gabriel anlässlich einer Preview. „Ein beeindruckender Film eines außergewöhnlichen Menschen“. Ai Weiwei, der nach Haft und Reiseverbot in China 2015 nach Deutschland ausreisen durfte und seitdem in Berlin lebt, hat gesagt: „Wenn nur einer unter den Zuschauern ist, der wegen des Films seine Meinung oder Haltung ändert, dann hat sich der Film gelohnt.“

Human flow
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